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Mondfinsternis über Stuttgart Schicken Sie uns Ihre schönsten Bilder

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Am Montag findet eine totale Mondfinsternis statt. Schicken Sie uns ihre schönstes Fotos des Naturspektakels. Foto: dpa

Stuttgart - Frühaufsteher haben mehr vom Tag? Zumindest am Montag. Denn da gibt's für alle, die wieder oder noch immer wach sind, zwischen zwei Uhr in der Nacht bis in die frühen Morgenstunden hinein ein Naturspektakel der besonderen Art zu sehen: Eine totale Mondfinsternis.

Doch was ist eine totale Mondfinsternis eigentlich? Uwe Schickedanz, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, hat uns verraten, wie das funktioniert: "Eine Mondfinsternis kann es nur dann geben, wenn wir Vollmond haben. Das heißt, wenn der Mond in Opposition zur Sonne steht." Der Mond befindet sich dann also - bildlich gesprochen - vor der Sonne.

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Zu einer Mondfinsternis gehört aber noch mehr, sagt Schickedanz: "Durch die Umlaufbahn des Mondes um die Erde, gelangt der Mond bei einer totalen Mondfinsternis in den Kernschatten der Erde. Das heißt, dass sich die Umlaufbahnen so schneiden, dass sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond schiebt."

Steht der Mond im Kernschatten der Erde, so wird er vom direkten Sonnenlicht nicht mehr bestrahlt. Es erreicht ihn dann nur noch ein sogenanntes Streulicht, das einen rötlichen Ton hat. Das ist auch der Grund, weshalb der Mond bei einer totalen Mondfinsternis nicht etwa finster, sondern blutrot wird.

Und die Chancen, einen blutroten Mond am Himmel hängen zu sehen, die stehen nicht nur aus astronomischer, sondern auch aus meteorologischer Sicht gar nicht schlecht, sagt Schickedanz: "Es scheint eine klare Nacht zu werden. Es ist allerdings nicht ganz auszuschließen, dass es in der zweiten Nachthälfte zu Nebel- und Hochnebelfeldern kommen kann. Überwiegend aber wird das Wetter gut werden."

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Freie Sicht also auf einen Mond, den es so blutrot erst wieder im Jahr 2033 zu sehen geben wird. Wer sich bis dahin ein Erinnerungsfoto knipsen möchte, der sollte vor allem darauf achten, dass er ein Stativ und einen Fernauslöser dabei hat, weiß der Fotograph Christoph Coers: "Wenn die Kamera auf der Erde auch nur einen Mikromillimeter wackelt, potenziert sich das bis zum Mond in einen relativ großen Wackler."

Außerdem sollte man auch auf ein gutes Verhältnis von Blende und Belichtungszeit achten. "Wenn die Belichtungszeit zu kurz ist, verwackelt zwar das Bild weniger, allerdings muss man dann auch die Blende weiter aufmachen. Und dadurch verliert man an Tiefenschärfe", sagt Coers.  Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt, denn was an Belichtungszeit dazugenommen wird, muss an Blendenöffnung wieder hinzu gegeben werden.

Coers rät außerdem von einem Weitwinkelobjektiv ab. Ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 300mm aufwärts sei ideal. Wer also nicht bis zum Jahr 2033 auf die nächste totale Mondfinsternis warten möchte, der sollte sich einen Wecker stellen und die Kamera bereithalten - es lohnt sich!

Und wer es geschafft hat, den blutroten Erdtrabant einzufangen, kann seine Bilder für alle, die es verschlafen haben, hier hochladen:

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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