Das Fürstenberger „Crossvater"-Rennteam Sebastian Schmid (von links), Patrick Gut, Patrick Schmid und Bernhard Schmid: Sie schrauben noch ein letztes Mal vor dem Wettstreit bei der “Mofa Mania“ an ihrer Maschine herum. Foto: Rainer Bombardi

Das Crossvater-Team in Fürstenberg ist für „Mofa Mania“ vorbereitet. Die Pfohrener „Mofa Mania“ verlangt Akteuren viel ab. Ein wenig Nostalgie ist bei jedem Rennen dabei.

Mit viel Begeisterung sind am Freitagabend, 12. September, Fahrer und Zuschauer in die „Mofa Mania“ in Pfohren gestartet. Bis zum Sonntag, 14. September, erwartet die Besucher ein spannendes Rennwochenende.

 

Seit Wochen schrauben, restaurieren und frisieren 30 Teams an ihren Wettbewerbsmaschinen, streng gemäß dem Regelwerk der veranstaltenden Motorsportfreunde Pfohren.

Eines der Rennteams heißt „Crossvater“ und hat seinen Sitz bei Chefschrauber Bernhard Schmid an der Bergstraße 7 in Fürstenberg. Zu dessen Team gehören Patrick Gut, Sebastian Schmid, Patrick Schmid, Robert Bäurer und Mathias Bäurer. Es hat mit Manfred Bäurer einen glühenden Fan an seiner Seite und nimmt zum fünften Mal am Wettbewerb teil.

„Das erste Mal haben wir aus unerklärlichen Gründen gefehlt“, lacht Bernhard Schmid. Er erlebte die Umwandlung des einstigen Mofas zu einem Fahrzeug, das heute eher einem Rennmotorrad ähnelt, direkt mit und spricht inzwischen von einem Renn-Mofa. Dennoch umweht den Fahrer während jedem Mofa-Rennen ein Stück Nostalgie. „Egal, wie das Mofa aussieht, es erinnert mich immer an ein Stück Zweiradtechnik von einst“, denkt Schmid gerne an jene Zeit zurück. „Damals war es unvorstellbar, dass es mit den E-Bikes einmal Fahrräder geben könnte, die schneller als die Mofas sind“.

Das Team unterstützt er als Mechaniker mit seiner Fachexpertise in Rat und Tat deshalb gerne. „Sofern er nicht überstimmt wird“, lacht Patrick Schmid und sagt, dass alle gleichberechtigt Ideen zur Gestaltung des Fahrzeugs einbringen können. „Wir legen Wochen vor dem Rennen einige Nachtschichten ein, in denen wir an unserer Maschine neue Ideen ausprobieren, tüfteln und umbauen“, verrät Patrick Gut.

Vier Disziplinen sind noch unbekannt

Erst danach geht es zu Testfahrten auf die Piste. Bislang war ein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die Rennmaschine für den Dauerbetrieb zu rüsten. Doch da das bisherige 21-Stunden-Rennen auf sechs Stunden verkürzt ist und weitere vier Disziplinen Fähigkeiten wie die Geschicklichkeit auf zwei Rädern in den Vordergrund rücken, baute das Team sein „Crossvater“-Mofa zur Allroundmaschine um. „Wir wissen absolut nicht, wie die vier anderen Disziplinen aussehen“, geht Bernhard Schmid mit Augenzwinkern davon aus, dass die Pfohrener Organisatoren den Teams einiges abverlangen werden.

Erinnerungen an vergangene Starts in Pfohren haben sie in jeder Hinsicht. Von einem Platz unter den ersten Zehn bis zu einem Totalausfall war alles dabei. „Vor einigen Jahren hatten wir keinen Treibstoff mehr und ein Mitglied eines Nachbarteams erklärte sich bereit, uns welchen zu besorgen. Leider brachte er uns Diesel statt Benzin, da wir ihm nicht mitgeteilt hatten, mit welchem Treibstoff unsere Maschine läuft. Die Folge war ein Motorschaden und die Erkenntnis, beim nächsten Mal derartige Aufgaben wieder selbst in die Hand zu nehmen“, lacht das Crossvater-Team heute über das Malheur.

Natürlich gibt es auch regelmäßig technische Defekte, die das Team in der Boxengasse möglichst schnell behebt.

Gemeinschaft und Geselligkeit steht im Fokus

Ein Markenzeichen der bisherigen fünf Mofarennen, das mit Sicherheit auch die aktuelle „Mofa Mania“ wieder charakterisieren wird, sind die Gemeinschaft und die Geselligkeit, die sich bei der Sportveranstaltung ausbreiten. „Während der Mofa-Veranstaltungen der Motorsportfreunde begegnen sich Jung und Alt, Nostalgie trifft auf Moderne, Action auf ein Stück Lebensgefühl längst vergangener Zeiten“, bemerkt Bernhard Schmid. Dann setzt der Chefmechaniker des Crossvater-Rennstalls ein letztes Mal an diesem Tag zu einer kurzen Probefahrt an.

Das Motto

Programm
„Schwätz mir kein Rost ans Mofa“ lautet die Devise der ersten „Mofa Mania„ der Motorsportfreunde Pfohren. Sie besteht neben einem Sechs-Stunden-Rennen aus vier weiteren bis zum Beginn unbekannten Disziplinen und findet zwischen dem 12. und 14. September auf dem Festwiesengelände und in der Umgebung gegenüber der Fischerhütte statt. Am Freitagabend ab 17 Uhr startete das Event mit einem freien Training und einer famosen Warm-up-Party. Spaß, Action, Unterhaltung und reichlich Verpflegungsmöglichkeiten gibt es an den Wettbewerbstagen am Samstag und Sonntag. Der Samstag startet um 9 Uhr mit der ersten Disziplin, der Sonntag um 10 Uhr. An beiden Tagen gibt es Live-Musik, am Samstag folgt dem Auftritt von Roy Flachmann noch eine DJ-Party.