Der Mötzinger Weihnachtsmarkt lockte die Besucher mit kuscheliger Atmosphäre und adventlichem Angebot an den Ständen.
Glühwein, Punsch und andere Heißgetränke gab es beim 14. Mötzinger Weihnachtsmarkt – und bei klirrender Kälte und eisigen Temperaturen konnte man sich an den warmen Bechern gut die Hände wärmen.
Viele Speisen gab es im Angebot an den wunderschön weihnachtlich geschmückten Ständen der Vereine oder all jener, die sich am Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz beteiligt hatten.
Da waren etwa die Mötzinger Kindergärten – dort gab es wunderschöne Adventskränze, Türkränze oder auch Adventsgestecke, mit und ohne Kerzen, aber immer sehr ansprechend und dekorativ.
Selbstgemachtes und Schönes für die Winter- und die Weihnachtszeit gab es an vielen Ständen – beispielsweise bei Ines Mack, der Leiterin des Mötzinger Strickkreises. Jeden ersten Donnerstag im Monat trifft sich der offene Strickkreis im „Hirsch“, immer um 15 Uhr. Dass die Nadeln hier das ganze Jahr über klappern, ist klar, und die Ergebnisse der monatelangen Arbeit präsentierte Ines Mack an ihrem Stand. Egal ob nun Handschuhe mit Zopfmuster, Schals oder auch Mützen.
Gewinnspiel für Nachwuchs
Bereits am Eingang zum Weihnachtsmarkt und zum Schlossplatz drehten Kinder am Glücksrad – und jeder Dreh war ein Gewinn, berichtete Pfarrer Stefan Taut. Die Kinder durften sich ihre Gewinne aus verschiedenen Körben und Kisten aussuchen – und nahmen bereitwillig die Gebühr für’s drehen in Kauf.
Eine Konfirmandin half am Stand der Mauritiusgemeinde mit, ebenso einige Gemeindemitglieder. Pfarrer Taut steuerte Walnüsse aus dem Pfarrgarten zum Stand bei, zudem gab es nachhaltige Produkte aus recyceltem Material, etwa selbst gegossene Kerzen oder recycelte Hemden und Krawatten, die zu Täschchen umgearbeitet worden waren.
Schmuck aus Teebeuteln
Die Papierhüllen von Teebeutel wurden im Vorfeld des Weihnachtsmarktes zu schönen, farbenfrohen Sternen umgearbeitet – und zum Preis von einem Euro pro Dreierpäckchen verkauft. „Wir wollen, dass vielleicht auch Kinder ein Weihnachtsgeschenk für ihre Eltern oder Oma und Opa kaufen können, daher halten wir die Preise allgemein niedrig“, sagt Karin Kölpin, die gemeinsam mit Erich Wilhelm und dem 14-jährigen Simon den Stand betreut.
Der Erlös des Standes der evangelischen Kirchengemeinde fließt – mal wieder – in die Kirchenrenovierung.
Beim Stand von Tati gibt es handgemachte brasilianische Confiserie – neben Macarons in Pastelltönen auch erstmals die Brigadeiros, eine Süßigkeit aus Brasilien mit langer Geschichte. Die Brigadeiros wurden nach dem brasilianischen Politiker Eduardo Gomes benannt, der auch „Brigadeiro“ genannt wurde und Offizier der brasilianischen Luftwaffe und zweimal Minister war.
Köfte und Braten bei den Narren
Schräg gegenüber vom bunten Süßigkeitenstand verkaufen derweil Mitglieder der Narrenzunft Mötzingen Köfte und Braten, was beinahe schon der Renner bei den Speisen ist. Das Gedränge am Stand der Narrenzunft „Stoibruch“ mit ihrem Gsindel mit Treiber und dem „Weible“ - allesamt Figuren aus der Fasnet – war groß, der Laden läuft perfekt, hat man als Beobachter das Gefühl. Und: Die Köfte und der Braten verströmen einen äußerst leckeren, köstlichen Duft.
Nebenan flackern Lichtobjekte und verbreiteten Wohlfühlatmosphäre. Gefilzt ist die naturweiße Hülle – aus der Schafwolle verschiedener Schafe.
Beim „Mandeltrio“ gab es gebrannte Mandeln und Guzle, also Weihnachtsgebäck. Türkischen Tee, also Cay, verkaufte Familie Gündem, zudem gibt es die Spezialität Ayran sowie Sucuk und Brot. „Wir haben und gemeinsam entscheiden, dass wir beim Weihnachtsmarkt als Familie mitmachen“, berichtete Gündem. Und: „Der Verkauf läuft gut.“
Honig ist gefragt
Ein Stand mit Honig und dem Bienenprodukt Propolis zog alle Aufmerksamkeit auf sich – und Imker Sebastian Katz freut sich, dass gerne und rege gekauft wurde. „Unser Honigstand kommt jedes Jahr beim Mötzinger Weihnachtsmarkt sehr gut an – insbesondere der Honig unserer Wanderimkerei.“ Seine Bienen holen ihren Nektar etwa in der Region um Bad Teinach oder auch im Nagolder Park „Kleb“ bei der Alten Weberei. Propolis sei „das Antibiotikum aus der Natur“, klärte Katz auf. Die Stammkundschaft freute sich, dass am Freitag vor dem ersten Advent so viel Wunderhübsches im Angebot ist – noch bevor andere Märkte ihre Tore öffnen.