Die Gemeinde Mötzingen tritt als 17. Kommune dem Projekt „Klimaschutzkoordination“ der Energieagentur im Landkreis Böblingen bei.
Einstimmig fiel in dieser Woche der Beschluss des Mötzinger Gemeinderats – zumal der Beitritt ohne eine Kostenverpflichtung für die Gemeinde erfolgt. Die Energieagentur Kreis Böblingen bietet für die Kommunen im Landkreis ein gemeinsames Projekt zur Klimaschutzkoordination an. Ziel ist es, die Städte und Gemeinden fachlich zu unterstützen, zu vernetzen und bei der Umsetzung kommunaler Klimaschutzmaßnahmen zu begleiten.
Die Stelle der Klimaschutzkoordination ist seit Oktober vergangenen Jahres mit Janina Kälble besetzt, die sich jetzt den Mötzinger Räten vorstellte. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung und Fortschreibung der Treibhausgasbilanz, die Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen sowie die Beratung zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. Wie Janina Kälble deutlich machte, entstehen durch den Beitritt für die Gemeinden keine Verpflichtungen.
Positiv sei, dass Mötzingen bereits über eine Treibhausgasbilanz verfüge, die 2013 im Zuge des Klimaschutzkonzepts für den Kreis Böblingen erstellt wurde. Möglich sei jetzt eine Unterstützung bei der Fortschreibung, nachdem die Daten naturgemäß nicht mehr aktuell seien. Bei dieser Gelegenheit bezeichnete sie die Treibhausgasbilanz als „wichtige Grundlage zu Planung kommunaler Klimaschutzaktivtäten“. Durch eine Fortschreibung werde außerdem die Entwicklung ablesbar.
Zusammenarbeit mit Energiemanagerin
Die Verwaltung in Mötzingen hatte sich nach Prüfung der Rahmenbedingungen dafür ausgesprochen, den Beitritt anzustreben, zumal man sich auch Synergieeffekte durch eine enge Zusammenarbeit mit der Energiemanagerin Irma Körner verspricht.
Wie Bürgermeister Benjamin Finis dazu feststellte, bilde der Klimaschutz ein großes Thema – und er wollte wissen, ob es hier bereits Schwerpunkte gebe, die in die Umsetzung kommen sollen. Wie Janina Kälble erwiderte, wolle man sich auf die Bereiche erneuerbare Energien und Gebäude fokussieren. Geplant sei außerdem ein Workshop zur kommunalen Wärmeplanung.
Keine Kosten
Nachdem MLi-Gemeinderat Daniel Hampel auf Anhieb keinen „Riesenmehrwert“ für Mötzingen erkennen konnte, wies Bürgermeister Finis darauf hin, dass für die Gemeinde keine Verpflichtungen und Kosten entstehen. Vor diesem Hintergrund könne man ohne Risiko abwarten, ob sich für Mötzingen ein Mehrwert ergebe.
Für Alfons Aigner sprach nichts gegen einen Beitritt, zumal so der Austausch zwischen den Kommunen in Sachen Klimaschutz gefördert werde. In seinen Augen müsse man sich in Mötzingen auf die Treibhausgase konzentrieren, die von der Gemeinde erzeugt werden und auf „umsetzbare Projekte fokussieren“.