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Mötzingen Rat will einBaugebot erlassen

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Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Verwaltung und Gemeinderat in Mötzingen wollen Wohnbauland in der Gäugemeinde zur Verfügung stellen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Favorisiert werden dafür die bestehenden Entwicklungsgebiete in der "Röte" am Ortsrand in Richtung Vollmaringen.

Mötzingen. Bürgermeister Marcel Hagenlocher machte darauf aufmerksam, dass in der "Röte" nach 2006 alle gemeindeeigenen Bauplätze veräußert wurden. Allerdings stehen dort, wie auch in anderen Mötzinger Baugebieten der vergangenen Jahrzehnte, zahlreiche Baugrundstücke in Privateigentum nicht für eine aktuelle Bebauung zu Verfügung. In den vergangenen Jahren hatte der Gemeinderat seinen Fokus auf die Innenentwicklung gelegt, doch auch da seien die kommunalen Potenziale inzwischen ausgeschöpft.

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde im Gemeinderat daher der Beschluss gefasst, die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Bereiche "Röte II" und "Röte III" als Bauland zu mobilisieren. Allerdings soll die Erschließung nur dann erfolgen, wenn sich alle Eigentümer bereit erklären, die Grundstücke innerhalb von acht Jahren zu bebauen – oder auf dem Grundstück durch Verkauf eine Bebauung zu ermöglichen.

Wie Bürgermeister Hagenlocher anmerkte, ist die Nachfrage nach Bauplätzen in Mötzingen weiter hoch – und in diesen Bereichen wäre die Schaffung von Bauland in einer Größenordnung von 10,5 Hektar möglich. "Wir würden die Chance gerne nutzen, aber eben unter der Maßgabe eines Baugebots", machte der Rathauschef mit Blick auf die aktuelle Beschlusslage des Gemeinderats deutlich.

"Das wäre schon ein Meilenstein"

Auf dieser Basis führte Wolfgang Siedersleben vom Büro RBS Wave mit allen Eigentümern in diesem Bereich Gespräche, um die Bereitschaft an einer Umlegung und Erschließung zu den vom Gemeinderat aufgestellten Bedingungen auszuloten. Dabei zeigte sich, dass fast alle Eigentümer ihre Zustimmung zur Mitwirkung und Entwicklung der Gebiete signalisiert haben. Lediglich bei einem Grundstück in der "Röte III" konnte bislang keine positive Rückmeldung erreicht werden. "Da waren mehrere Gespräche mit der Eigentümerin nicht erfolgreich", erklärte Wolfgang Siedersleben, dass weder das Baugebot noch der Einwurfs- und Zuteilungswert akzeptiert werden.

Trotzdem soll das Gespräch noch einmal gesucht werden, um doch noch eine Einigung zu erreichen. Andernfalls will man im Rathaus prüfen, inwieweit das betreffende Grundstück von der weiteren Entwicklung ausgenommen und als landwirtschaftliches Flurstück belassen werden kann. Aus Sicht der Verwaltung müsse eine Gleichbehandlung aller Eigentümer erfolgen, was auch für dieses Grundstück gelte.

Wolfgang Siedersleben erklärte, dass im Falle eines "Best-Case-Szenarios" im Frühjahr 2022 die ersten Baugrundstücke zur Verfügung stünden. Wie schon beim Gebiet "Röte I" will man einen Erschließungsträger mit der Umsetzung beauftragen.

"Das wäre schon ein Meilenstein in der Mötzinger Entwicklung", sprach CDU-Rat Rainer Stefanek von einer "einmaligen Chance, ein Gebiet mit 150 Bauplätzen zu entwickeln. Er tendiert ganz klar dazu, die Gelegenheit jetzt beim Schopf zu packen und gleich beide Gebiete zu entwickeln.

Frank Zischek (SPD) bezeichnete die Vorgaben des Gemeinderats als faire Chance für die Eigentümer, und auch Frank Sindlinger (WGM) fand das Baugebot in Ordnung. "Acht Jahre sind immer noch genug Zeit", ist Sindlinger überzeugt. Egon Stoll (UWV) wies auf die rund 100 unbebauten Bauplätze in Mötzingen hin, die jedoch nicht für eine Bebauung zur Verfügung stünden. Vor diesem Hintergrund war auch er dafür, "jetzt die Chance zu nutzen". Auf die Euphoriebremse trat einzig WGM-Rat Thomas Trefz, dem beide Gebiete auf einen Streich "eine Nummer zu groß" erscheinen. Er äußerte vor allem mit Blick auf die Kapazität in den Kindergärten und der Grundschule Bedenken – und enthielt sich der Stimme.

Alle anderen Räte stimmten indes dafür, die beiden Gebiete "Röte II" und "Röte III" für eine Wohnbauentwicklung weiterzuverfolgen sowie die dafür nötigen Schritte einzuleiten.

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