In den Mötzinger Neubaugebieten Röte II und III sollen rund 150 Bauplätze entstehen. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Erschließung: Mötzinger Gemeinderat bringt Baugebiete auf den Weg / Büro für 300 000 Euro beauftragt

Mötzingen. Wenn alles glatt läuft, könnten im Frühjahr 2022 die ersten Baugrundstücke an den Markt gehen. Der Mötzinger Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Erschließung der Neubaugebiete "Röte II" und "Röte III".

Den Auftrag mit einem Volumen von rund 300 000 Euro erhielt jetzt das Stuttgarter Büro RBS Wave, mit dem man in Mötzingen bereits in der Vergangenheit "gut und reibungslos zusammengearbeitet hat", wie Bürgermeister Marcel Hagenlocher in Erinnerung rief.

In diesen beiden Bereichen soll nun Bauland in der Größenordnung von 10,5 Hektar entstehen, wobei man im Rathaus mit rund 150 Bauplätzen rechnet.

Mit einem Baugebot geht der Gemeinderat allerdings neue Wege: So hatte das Gremium beschlossen, die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Bereiche Röte II und III nur dann zu erschließen, wenn sich alle Eigentümer bereit erklären, die Grundstücke innerhalb von acht Jahren zu bebauen – oder durch einen Verkauf eine Bebauung zu ermöglichen.

Mit dem Baugebot soll vermieden werden, dass nicht wie in anderen Mötzinger Baugebieten zahlreiche Baugrundstücke in Privateigentum nicht für eine zeitnahe Bebauung zu Verfügung stehen – die im Volksmund gerne als sogenannte "Enkelgrundstücke" bezeichnet werden.

Bürgermeister Hagenlocher machte einleitend darauf aufmerksam, dass zwischenzeitlich von allen der mehr als 70 Eigentümer die Zustimmung zur Umlegung und Erschließung samt Baugebot vorliegt – so dass nun die Erschließung in Auftrag gegeben werden könne. Bei drei Erschließungsträgern wurden entsprechende Angebote eingeholt, wobei sich Verwaltung und Gemeinderat jetzt einige waren, dass man vom Stuttgarter Büro RBS Wave das wirtschaftlichste Angebot erhalten hatte.

Nachdem der Gemeinderat die Vergabe beschlossen hat, soll nun gemeinsam mit dem Erschließungsträger eine geringfügige Erweiterung des Gebiets in Richtung Westen geprüft und die Vorbereitung des Bebauungsplans eingeleitet werden.

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