Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Mötzingen Ein neues Heim für den neuen Pfarrer

Von
Mötzinges Pfarrer Stefan Taut mit Gemeindemitglied Christl Schwenk im neuen Büro. Noch stehen Umzugskisten herum, links am Fenster ein Kruzifix, das Stefan Taut von seinem Großvater Walter Taut übernommen hat.Foto: Zabota Foto: Schwarzwälder Bote

Die Evangelische Kirchengemeinde Mötzingen/Baisingen hat ihr Pfarrhaus gründlich renoviert. Innen ist jetzt alles fertig. Pfarrer Stefan Taut, der gerade sein Amt angetreten hat, verfügt jetzt über ein neues Büro und eine neue Wohnung für seine Familie.

Mötzingen. Umzugskisten stehen herum, und das Kruzifix hat noch keinen festen Platz, aber: Alles ist jetzt frisch renoviert. Der Abschluss der Innenarbeiten im Mötzinger Pfarrhaus war am Freitag Anlass für eine kleine Feierstunde draußen im Hof. Neue Fenster, neue Heizung, neue Sanitäranlagen und natürlich alles frisch verputzt und gestrichen. Rund 260 000 Euro hat es gekostet, über das Ergebnis freut sich die Evangelische Kirchengemeinde Mötzingen/Baisingen. Zahlreiche Gemeindemitglieder haben die Gelegenheit genutzt, sich die neuen Räume anzusehen.

"Es gab ein paar Besonderheiten", so Pfarrer Stefan Taut, unter anderem die, dass der Pfarrer bereits da ist. Normalerweise wird erst renoviert, dann kommt der Pfarrer.

Der 54-jährige Stefan Taut ist seit 1. September 2018 als Nachfolger von Frieder Gräter Pfarrer "in Vertretung" in Mötzingen. Seit 1. August 2020 ist er offiziell mit der Versehung der Pfarrstelle betraut, ist also Pfarrer der Kirchengemeinde Mötzingen/Baisingen. Am Sonntag vor einer Woche war im Rahmen eines Gottesdienstes die feierliche Investitur durch Dekan Eberhard Feucht aus Herrenberg.

Und so kam es zur engen Zusammenarbeit mit den Architekten und Bauleitern Bettina Edelmann-Schrottwieser und Michael Schrottwieser aus Jettingen. Die weisen auf eine Besonderheit hin: Das Gebäude aus dem Jahr 1748 steht unter Denkmalschutz. Daher waren die Auflagen der Denkmalbehörde zu beachten, beispielsweise bei der Wahl der Fenster und Läden. Die Mitglieder der Kirchengemeinde, so Schrottwieser, haben fleißig mitgeholfen. Vor allem beim Rückbau und bei der Endreinigung kamen über 300 Arbeitsstunden von Ehrenamtlichen zusammen.

Nachdem die Wohnung in den oberen Geschossen ebenfalls hergerichtet wurde, ist Stefan Taut mit seiner Frau Cornelia Taut und drei Kindern dort eingezogen. Die Diensträume befinden sich im Erdgeschoss, das Büro des Pfarrers, das Sekretariat und die Registratur. "Vermutlich hat sich hier mal ein Ziegenstall befunden, im Keller war das Mostlager", sagt der Pfarrer.

Mächtiger Nussbaum

Ja, zum schwäbischen Pfarrhaus gehörte früher auch etwas Landwirtschaft. Das sieht man in Mötzingen, weil zu dem großzügigen Anwesen eine Scheune und ein Waschhaus gehören. Ein mächtiger Nussbaum steht in der Mitte des Gartens, den man ebenfalls neu gerichtet hat. Den Garten will der Pfarrer unter anderem für Veranstaltungen nutzen.

Als letztes steht die Außenrenovierung des Pfarrhauses an, die aber ebenfalls fertig sein soll, bevor der Winter beginnt. Angesichts der Kosten haben die Mötzinger vor Jahren überlegt, das ganze Ensemble zu verkaufen. Jetzt sind sie froh, dem neuen Pfarrer eine schöne Heimstatt bieten zu können.

Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.