Der Küchenbauer Zeyko ist erneut insolvent. Foto: Hettich-Marull

Küchenbauer muss zum zweiten Mal Insolvenz anmelden. Ziel ist "vollständige Sanierung" der Firma.

Mönchweiler - Innerhalb von zwei Jahren ist der Küchenbauer Zeyko erneut insolvent.

Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen hat gegen die BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH, die aus der ersten Insolvenz im Jahr 2017 hervorging, ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Das Gericht akzeptierte nach Angaben des Sachwalters Philipp Grub eine Eigenverwaltung.

"Der Beschluss des Amtsgerichts macht deutlich, dass unser Mandant nicht nur sanierungswürdig, sondern auch sanierungsfähig ist", berichtet Grub in einer Mitteilung. Demnach könne das Unternehmen erhalten bleiben, der Geschäftsbetrieb weiter gehen, und die Löhne seien in den nächsten Monaten gesichert. Wie es anschließend für die rund 70 Mitarbeiter weiter geht, wird in der Presseinformation allerdings nicht thematisiert.

Zeyko befinde sich laut Erklärung seit einiger Zeit in finanzieller Schieflage – auch, weil Strukturen und Prozesse des Unternehmens nicht mehr effizient genug seien. Um das Unternehmen, das 1933 gegründet wurde, neu auszurichten, hat Geschäftsführer Christian Hilz die Unternehmensberatung Planer & Kollegen mit ins Boot genommen. Demnach soll das Eigenverwaltungsverfahren dazu genutzt werden, das Unternehmen "gründlich neu auszurichten und die Marke ›Zeyko‹ nachhaltig zu stärken". Demnach sollen Kostenstrukturen und Produktionsabläufe analysiert werden. Ziel sei die "vollständige Sanierung" der Firma.

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