Sind vor allem im Winter permanent im Einsatz – und das nicht nur im Winterdienst – die Mitarbeiter des Bauhofs (von links): Jürgen Schwarzwälder, Manuel Weißhaar, Uwe Kratt, Eugen Leiber und Werner Beha.Foto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeindebauhof: Vom Winterdienst bis zu Hausmeistertätigkeiten / Gebäudemanagement bringt neue Herausforderungen

Auch wenn diese Woche Tauwetter vorherrscht – der Winter ist noch lange nicht vorbei und der Räum- und Streudienst gefragt. Zudem hat das Team vom Bauhof auch noch jede Menge andere Aufgaben.

Mönchweiler. In Mönchweiler liegt die Aufgabe in Händen der ortsansässigen Firma Gronki und vor allem beim gemeindeeigenen Bauhof.

"Eine Herausforderung für alle Mitarbeiter und auch die Bürger", analysiert Bürgermeister Rudolf Fluck die Situation. Schon vor 7 Uhr in der Frühe alle Straßen geräumt zu bekommen, sei bei starkem Schneefall nicht möglich. Bereits um 5 Uhr werden im Bauhof die Maschinen angeworfen, und auch die Bereitschaft am Wochenende ist im Volleinsatz. "Das Wochenende wird auch dazu gebraucht, um gemeinsam mit der Firma Gronki die Schneeberge abzutragen", erklärt Fluck. Irgendwann weiß man nicht mehr wohin mit der weißen Pracht, freie Flächen sind längst zugeschoben.

Viele ältere Mitbürger sind mit dem Räumdienst völlig überfordert. "Wenn soviel Schnee liegt, wird einem erst einmal wieder bewusst, wie viele betagte Bürger in der Gemeinde wohnen." In Ausnahmesituationen, "wenn es brennt", unterstützt die Gemeinde hier durchaus. "Doch das entbindet die Bürger generell nicht von der Räumpflicht", warnt Fluck. Im Übrigen, so der Rathauschef, seien manchmal auch die Bürger in der Pflicht: "Falsch parkende Fahrzeuge behindern den Räumdienst und den Verkehr. Vor allem im Kreuzungsbereich sollte man Rücksicht nehmen." Im Großen und Ganzen sei die Gemeinde aber "ganz nah dran am fast perfekten Winterdienst". Das sei der hervorragenden Arbeit aller Beteiligten geschuldet.

Dass in der Situation manchmal die Nerven blank liegen, ist klar – Rückmeldungen über verbale Entgleisungen gab es bislang aber keine. "Natürlich gibt es manchmal Frust und der muss raus", hat der Rathauschef Verständnis. "Wir bei der Verwaltung sind Prellbock für alles, was nicht so rund läuft. Aber das ist eine meiner Aufgaben als Bürgermeister und das akzeptiere ich."

In sensiblen Gebieten sorge man für einen guten Winterdienst: Das Gewerbegebiet ist für den Schwerlastverkehr geräumt. "Da gab es schon andere Zeiten", erinnert sich Fluck. Auf den Straßen wird weniger Split ausgebracht – das hat sich mittlerweile bewährt. "Es entlastet die Kanalisation und das Klärwerk in Villingen." Geräumt wird in Mönchweiler überall – gesalzen nur sehr eingeschränkt: "In Kreuzungsbereichen, an Stichstraßen und auf den Hauptdurchgangsstraßen."

Fluck kann auf ein verlässliches Team im Bauhof zählen. Das leistet nämlich in Mönchweiler viel Arbeit, die nicht immer offensichtlich zu Tage tritt. Durch die Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsaufwand noch einmal verstärkt. "Anpassungen in der Halle, der Schule, im Betreuten Wohnen fordern permanente Einsätze", weiß Fluck. Die Arbeitsfelder sind enorm – und zwar das ganze Jahr über. Reparaturarbeiten, Hochbau- und Tiefbauarbeiten, Straßeninstandhaltung, Friedhof, Hausmeistertätigkeiten und handwerkliche Einsätze – Gott sei Dank, so Fluck, seien im Bauhof Mitarbeiter, die all diese Arbeiten erledigen können. "Der Bauhof erledigt auch Arbeiten, die eigentlich den ausführenden Firmen zugeschrieben werden müssten", blickt Fluck auf den Bauabschluss im neuen Bürgerzentrum. Eigentlich sei der Bauhof ein "kleiner, handwerklicher Betrieb" in der Gemeinde. Deshalb sei er immer bemüht, einen engen Kontakt mit dem Bauhof zu halten. "Er hat bei uns einen hohen Stellenwert."

Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, zeigten die Mitarbeiter vollen Einsatz. In Jürgen Schwarzwälder habe die Gemeinde im Bauhof eine führende Kraft, die "außergewöhnlich" sei. Insgesamt arbeiten im Bauhof sechs Mitarbeiter, vier von ihnen in Vollzeit, zwei mit einer Halbtagsstelle. Dazu kommt noch eine Kraft, die ausschließlich in der Gemeinschaftsschule eingesetzt wird.

Für die Zukunft bringt das Gebäudemanagement neue Herausforderungen. Darüber müsse dringend nachgedacht und gesprochen werden. "Es gibt immer mehr, immer größere Gebäude, im Besitz der Gemeinde, die betreut werden müssen", erklärt Fluck. In anderen Gemeinden werde sehr viel an externe Dienstleister vergeben. Damit verliere man aber die Flexibilität im eigenen Haus.

Etwas stößt dem Rathauschef auf: "Der händische Arbeitsbereich im öffentlichen Dienst wird schlecht bezahlt." Bei der großartigen Arbeit, die hier geleistet werde, müsse wenigstens die Ausstattung des Bauhofs sehr gut sein. "Das ist essenziell", weiß Fluck. In den vergangenen vier Jahren wurde deshalb auch der Maschinenpark stetig erneuert. Auch für die Außenwirkung wurde etwas getan. Die Mitarbeiter tragen möglichst einheitliche Kleidung, und an der Fahrzeugkennung sieht man sofort wer hier in welcher Mission unterwegs ist: " Damit es in Mönchweiler schöner bleibt" steht da geschrieben.

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