Interessiert hören die Gäste beim Vortragsabend den Ausführung von Johannes Kohler über die Gründung des Roten Kreuzes zu. Foto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder Bote

Vortrag: Johannes Kohler referiert bei der Generationenbrücke

Mönchweiler. Das Deutsche Rote Kreuz kennen wohl die meisten Menschen als große Rettungsorganisation. Vielen nicht so bekannt, ist die große Geschichte des Roten Kreuzes, einer der größten nicht staatlichen Organisationen der Welt.

 

Bei einem Vortragsabend, veranstaltet von der Generationenbrücke und dem DRK-Ortsverein Mönchweiler, sprach Johannes Kohler, Internist und Notarzt in Villingen-Schwenningen über die großartige Geschichte einer Organisation und Menschen, die sich für sie engagieren.

Geboren wurde das Rote Kreuz aus einer großen Not heraus. Der Schweizer Geschäftsmann und Humanist Henri Dunant wurde während einer Geschäftsreise vor 160 Jahren Zeuge der schrecklichen Verwundungen und Krankheiten nach der verheerenden Schlacht von Solferino in Italien. Das Schicksal der vielen vom Krieg betroffenen Menschen forderte ihn heraus und brachte ihn dazu, ein Buch über seine Erinnerungen an Solferino zu schreiben. Bereits ein Jahr später gründete er das internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege. Aus diesem Komitee entstand in der Folge das Internationale Rote Kreuz. Seit damals ist das Rote Kreuz weltweit immer da, wenn Menschen in Not sind – sei es durch Krankheit, Krieg oder Unfall. Millionen Menschen verdanken dem Roten Kreuz ihr Leben oder erhielten humanitäre Hilfe nach großen Katastrophen. 1901 erhielt Dunant den ersten Friedens-Nobelpreis und wurde für sein Lebenswerk geehrt.