Die Winterpause ist vorbei: In der Mönchhofsägemühle beginnt der Publikumsbetrieb.
Die Mönchhofsägemühle in Vesperweiler ist eine der Attraktionen im Nordschwarzwald – und die Betreiberfamilie Schittenhelm will auch dieses Jahr dafür sorgen, dass es genug Gelegenheiten gibt, die historische Anlage zu besichtigen.
Der gesellige Auftakt dazu ist am Donnerstag, 12. März, ab 18 Uhr der bewährte Mühlenabend. Bei einem Vesper können die Gäste den Innenraum der Säge sehen, in dem das alte Sägegatter steht. Wer mehr über die historische Anlage wissen und sich zum Beispiel den noch erhaltenen Riemenantrieb ansehen will, hat dazu ebenfalls Gelegenheit. Immer samstags finden zusätzlich zur Bewirtung auch Führungen statt.
Besucherscharen fahren nach Vesperweiler
Viele Mühlenfreunde aus nah und fern freuen sich bereits auf einen Besuch in Vesperweiler. Laut Claudia und Uwe Schittenhelm vom Mühleteam gibt es für dieses Jahr bereits einige Vorbestellungen. Nicht selten sind es Busse, mit denen die Besucherscharen nach Vesperweiler fahren.
Dass der touristische Betrieb in den Wintermonaten ruht, hat seinen guten Grund: Die Mühle wird wie in alten Zeiten noch zum Sägen genutzt. „Lohnschnittarbeiten“ heißen die Sägeaufträge, oft kleinere Mengen Stammholz, das in gewünschte Größen gesägt wird. Auch die zurückliegende „Winterpause“ war eigentlich keine, denn in der Sägemühle wurde gearbeitet.
Im wahrsten Sinne rund gelaufen ist auch die Stromproduktion mit dem Wasserrad. „Wir hatten die ganze Saison über ein gutes Wasseraufkommen“, berichtet Uwe Schittenhelm, der es immer wieder schade findet, dass bei der Wasserkraft gerade im Schwarzwald viel Potenzial nicht genutzt wird. „Dabei wäre das eine verlässliche Energie, die man gut einplanen kann.“
Wie dieser Strom entsteht, lässt sich an keinem Ort so anschaulich beobachten wie vor dem Wasserrad der Sägemühle. Dieses ist auch bei den größeren Anlässen, die im Freien stattfinden, immer ein imposanter Mittelpunkt. So zum Beispiel am bundesweiten Mühlentag 2026, der an Pfingstmontag, 25. Mai, traditionsgemäß auch in Vesperweiler stattfinden wird.
Antrieb der Säge datiert aus dem Jahr 1903
Die Mühle wurde erstmals 1435 als Besitztum des Klosters Bebenhausen bei Tübingen erwähnt. Der voll funktionsfähige Antrieb der Säge datiert aus dem Jahr 1903. Seit 1984 führen Claudia und Uwe Schittenhelm mit viel Leidenschaft und Engagement die historische Mühle.„Ohne die tatkräftige Unterstützung von Sohn Bernd und seiner Familie würde es nicht gehen“, betonte Uwe Schittenhelm.
www.moenchhofsaegemuehle.de