Die Einmündung des Kapellenweges in die Osterstraße ist für den Trillfinger Ortschaftsrat ein Sorgenkind, weil an dieser Stelle immer wieder Fahrzeuge parken. Foto: Thomas Kost

Unübersichtliches Parken, zu schnelles Fahren: Immer wieder diskutiert der Trillfinger Ortschaftsrat über innerörtliche Verkehrsproblematiken. Jetzt hofft man, dass zwei anstehende Verkehrsschauen Verbesserungen mit sich bringen.

Willi Bürkle, ehemaliger Ortschaftsrat, sprach in der Sitzung am Mittwoch in der Bürgerfragestunde der Ortschaftsratssitzung mehrere Problembereiche an. Wo es in der Obertorstraße hakt (Parken an unübersichtlichen Stellen, zu schnelles Fahren am oberen Ortsausgang) hatte er bereits in einer Übersicht zusammengefasst. Diese Zusammenstellung, so Ortsvorsteher Horst Henle, sei inzwischen ans Ordnungsamt der Stadt übergeben worden.

 

Ob man auf der Obertorstraße – immerhin eine Kreisstraße – eine Tempo-30-Zone hinbekommt, erscheint nach momentanem Stand der Dinge eher zweifelhaft, Ortschaftsrat Niklas Heim regte jedoch an, am Ortsende das Aufstellen eines mobilen Blitzgerätes zu beantragen. Dies wurde von Ortsvorsteher Henle aufgenommen.

Hoffnung auf Straßenmarkierungen

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Situation an der Einmündung des Kapellenweges in die Osterstraße. Dort werden mittlerweile so viele Fahrzeuge geparkt, dass der Begegnungsverkehr auf der Osterstraße Mühe hat, sich auszuweichen. Auch das Einbiegen vom Kapellenweg an dieser so genannten T-Kreuzung ist zu gewissen Zeiten nicht ganz einfach. Immer wieder hatten Ortschaftsräte wie Ralf Heim auf die gefährliche Situationen hingewiesen, die an dieser Stelle entsteht. Nun hofft der Ortschaftsrat darauf, dass sich wenigstens auf der Fahrbahn der Osterstraße Markierungen durchsetzen lassen, die das Parkverbot bis zum Schnittpunkt der T-Kreuzung optisch signalisieren. Solche Sperrflächen wurden in der Bruckstraße anstandslos genehmigt und auch in anderen Ortschaften wie Bietenhausen aufgemalt. Warum sie bislang von der Verkehrsschau an dieser neuralgischen Stelle abgelehnt worden sind, ist für Ortsvorsteher Horst Henle nicht nachzuvollziehen.

Bei der ersten Verkehrsschau Anfang Mai soll es aber auch noch um ein anderes Thema gehen: Nämlich um eine Tonnage-Beschränkung auf der Kreisstraße 7166 in Richtung Wachendorf. Schon vor drei Jahren hatten Trillfinger Ortschaftsräte moniert, dass auf der schmalen Straße nach ihrem Eindruck merklich zugenommen hat.

Kritik an schwieriger Busverbindung

Ein weiteres Thema war auch der öffentliche Nahverkehr: Der Buslinie zwischen Balingen und Horb soll zwar ausgebaut werden (wir haben berichtet), nach Ansicht von Willi Bürkle werden die eigenen Buslinien aber weiterhin vernachlässigt.

Denn nach wie vor ist es schwierig, von Trillfingen mit dem Bus problemlos nach Balingen zu kommen – das ist nur mit Umsteigen in Haigerloch möglich. In diesem Zusammenhang wünschte er sich außerdem, dass die beiden Haltestellen im Karlstal mit Unterständen versehen werden. (Bürkle: „So wie die Trainerbänke am Fußballplatz“). Dort fehle auch eine Beleuchtung, die vor allem im Winter nützlich wäre, ergänzte Ortsvorsteher Henle.

In der Ortschaftsratssitzung wurde übrigens auch der nicht mehr enden wollende Sirenenalarm bei der Feuerwehrübung am vergangenen Samstag angesprochen. „Die Sirene hat zwölf Minuten am Stück geheult und war nur mit dem Not-Aus zu beenden“, erklärte Horst Henle. Man wolle nun herausfinden, wo das Problem liegt.