Für Elias Huber und den HBW Balingen-Weilstetten II beginnt der Ligapokal am ersten April-Wochenende. Foto: Kara

SV Kornwestheim, HSG Rodgau/Nieder-Roden und SG Leutershausen heißen die Gegner des Handball-Drittligisten HBW Balingen-Weilstetten II in Gruppe D des Ligapokals. Der erste Spieltag steigt am ersten April-Wochenende.

Am Montagabend konferierten die potenziellen Ligapokal-Teilnehmer, die Staffeln wurden eingeteilt. Allerdings segnete der Deutsche Handballbund (DHB), federführend beim Drittliga-Spielbetrieb das Prozedere erst am Dienstagabend ab. Denn der Verband wollte den 20 Clubs, die ihr Interesse an der Teilnahme bekundet hatten, Zeit geben, ihr Team noch zurückzuziehen. Denn angesichts der nun mitunter fälligen weiten Reisen, stellt der Ligapokal doch eine finanzielle Belastung dar. Tatsächlich sind nun noch 19 Mannschaften dabei.

19 Mannschaften mischen in fünf Gruppen mit

Die wurden auf vier Vierer-Staffeln und eine Dreier-Staffel aufgeteilt. "Die Gruppen sind so eingeteilt worden, dass sich in jeder Gruppe maximal eine zweite Mannschaft befindet und es im Vergleich zur Gruppenphase der Saison 2021/22 neue Gegner gibt", teilt der DHB mit.

Staffelsieger erhalten Ticket für DHB-Pokal

Die Mannschaften messen sich nun in einer Doppelrunde und rangeln dabei um fünf Startplätze im DHB-Pokal der Saison 2022/23. Die gehen an die Gruppensieger. Die Perspektivteams von Profi-Mannschaften sind davon ausgenommen. Los geht’s mit dem Ligapokal am Wochenende 2./3. April, der letzte Spieltag ist für den 15. Mai angesetzt. Das Oster-Wochenende ist frei, und soll als Ausweichtermin herhalten. Die konkreten Spielpläne werden in den kommenden Tagen noch festgezurrt.

Leutershausen mit zwei ehemaligen Balingern

Gegner des HBW II sind in Gruppe D der SV Salamander Kornwestheim, dem das Perspektivteam bereits in der Staffel G gegenüberstand und als Fünfter einen Rang vor den "Lurchis" beendete, die HSG Rodgau/Nieder-Roden (Sechster der Staffel E) und die SG Leutershausen (Vierter der Staffel F). Für "Roten Teufel" ist die Teilnahme am Liga-Pokal eine herbe Enttäuschung. Das Team mit den ehemaligen Balingern Niklas Ruß und Lars Röller vergab an den finalen Staffel-Spieltagen zwei Matchbälle zur Aufstiegsrunde. "Als es um die Zusammenstellung der Staffeln ging, waren wir nicht gerade der beliebteste Gegner. Als zweite Mannschaft und als südlichster Standort wurde uns die Attraktivität abgesprochen", sagt Tobias Hotz, Co-Trainer des Balinger Perspektivteams.

Individuelle Entwicklung im Fokus

Mit dem Klassenerhalt hat der HBW Balingen-Weilstetten II eines seiner Saisonziele erreicht, ein weiteres können die Trainer Micha Thiemann und Tobias Hotz mit ihren Jungs nun ohne den finalen Druck der Tabellensituation dezidiert Vorantreiben. "Wir immer geht es um die individuelle Weiterentwicklung der Spieler. In dieser Hinsicht können wir nun anders arbeiten. Wer bisher wenig Spielzeit hatte, kommt vermehrt zum Einsatz. Und wir haben als Trainer die Möglichkeit für eine andere Art von Druck zu sorgen", sagt Hotz. Zudem planen die Coaches des HBW II in Training und Spiel mit einer weiteren Deckungsvariante.

Zielformulierung steht beim HBW II noch aus

Klar ist, dass das Team weiterhin dünn besetzt bleibt, sich die Aufstellung an den Spieltagen danach richtet, wie es mit der Personalsituation in der Bundesliga-Mannschaft oder in der A-Jugend bestellt ist. "Der Kader wird sich bei einer Feldspieler-Zahl von neun bis zwölf einpendeln", sagt Hotz. Dennoch wird noch ein Ziel für die sechs Spiele im Ligapokal formuliert. "Wir wollen schließlich nicht einfach nur dabei sein."

Die Gruppen im Ligapokal

Gruppe A: Mecklenburger Stiere, Oranienburger HC, MTV Braunschweig

Gruppe B. OHV Aurich, Team HandbALL Lippe II, Ahlener SG, Longericher SC Köln

Gruppe C: VfL Gummersbach II, TV Gelnhausen, HG Saarlouis, TuS Kaiserslautern-Dansenberg

Gruppe D: SG Leutershausen, HBW Balingen-Weilstetten II, SV Salamander Kornwestheim, HSG Rodgau/Nieder-Roden

Gruppe E: HC Oppenweiler/Backnang, TuS Fürstenfeldbruck, HC Erlangen II, TSB Heilbronn-Horkheim