Die Belegschaft des Bad Wildbader Bauhofes mit Samuel Mostroph (Dritter von rechts), Marco Gauger (Vierter von rechts) und Volkhard Leetz (Fünfter von rechts) freut sich über das neue Einsatzfahrzeug. Foto: Carsten Knöller

Für Bad Wildbads Bürgermeister Marco Gauger war es ein ganz besonderer Anlass: Der neue Mercedes Benz Unimog U219 wurde jetzt ganz offiziell eingeweiht.

„Das Fahrzeug ist so modern wie möglich. Der Sprachassistent ist mir in Erinnerung geblieben“, stellte Marco Gauger schmunzelnd fest. „Im Winterdienst durfte ich einmal mitfahren und konnte mich davon selbst überzeugen“, ergänzte der Rathauschef.

 

Der neue Hightech-Unimog hat ganzjährig seine Einsatzzeiten. Im Winterdienst leistet er speziell in den Höhen-und Bergorten der Gesamtstadt seine wertvollen Dienste. In den Sommermonaten wird er für Mäharbeiten mit einem Auslegemulcher sowie für Lade-und Transportarbeiten genutzt.

Mit fünf Mann Fahrzeug abgeholt

Anfang Dezember wurde das Fahrzeug direkt aus Immendingen bei der Firma Knoblauch abgeholt. Dort befindet sich von der Mercedes Benz AG ein Prüf- und Technologiezentrum. „Wir sind mit fünf Mann hingefahren und haben dort eine ganztägige Einweisung bekommen. Zwei Personen sind dann am Abend mit dem 190 PS starken neuen Gefährt nach Bad Wildbad gefahren“, erzählte der Leiter des Bad Wildbader Baubetriebshofs Samuel Mostroph. Um den neuen Unimog steuern zu dürfen, bedarf es einer Lkw-Fahrerlaubnis. Neun Mitarbeiter des Bauhofs hätten eine entsprechende Lizenz, führte Mostroph weiter aus.

Modernste Technik prägt das Cockpit des neuen Einsatzfahrzeuges. Foto: Carsten Knöller

Bis zu zehn Tonnen können geladen werden. „Durch den großen Streuer können längere Distanzen zurückgelegt werden. So schaffen wir in den Höhenorten drei Runden“, fügte der Bauhofchef an. Das neue Schwergewicht im Fuhrpark kostete insgesamt 282.000 Euro inklusive Streuer (35.500 Euro) und Schneepflug (14.500 Euro). Die Gesamtkosten trägt die Stadt Bad Wildbad, da der Baubetriebshof „städtisch“ ist.

Jungferneinsatz am Heiligabend

Seinen Jungferneinsatz hatte der Unimog U219 ausgerechnet am Heiligabend. Bei den häufigen Schneefällen im Januar und Februar war man in den Reihen des Bauhofs sehr froh, einen tatkräftigen Unterstützer an der Seite zu haben. „Da kommt man im Sprollenhäuser Bergweg bei einer Steigung von 45 Grad ohne Leitplanken gehörig ins Schwitzen“, erzählte Mostroph und resümierte, dass nach einer kurzen Kennenlernphase das Fahren „richtigen Spaß“ mache. Natürlich versucht man von Seiten des Bauhofes getreu dem Motto, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig an Streusalz zu verwenden, um die ohnehin lädierten Straßenbeläge nicht zusätzlich zu belasten.

Nachdem man sich jetzt glücklicherweise vom Winterdienst verabschieden kann, steht für die Bauhofcrew in den Sommermonaten die Asphaltpflege auf der Agenda. Die Ausbesserungsarbeiten würden zunächst an den Bad Wildbader Steilstrecken Alte Steige und Blöcherweg in den nächsten Wochen beginnen, ergänzte das Gemeindeoberhaupt Marco Gauger.