Zum Auftakt der Weihnachtsausstellung des Modell-Eisenbahn-Clubs Schwenningen herrschte großer Andrang. Die Mitglieder gaben einen Einblick in ihr Hobby.
Ein toller Erfolg für den Modell-Eisenbahn-Club Schwenningen (MEC) war am Samstag und Sonntag das erste Wochenende der Weihnachtsausstellung. In den Clubräumen an der Schlegelstraße 38/1 drängten sich zeitweise die interessierten Besucher. Für MEC-Vorstand Frank Förster und sein Team bestes Indiz dafür, dass es noch genügend Leute gibt, die an dem Hobby ihren Spaß haben.
Und dem Publikum wurde einiges geboten. Neben einer Vielzahl von Zügen, die auf der Anlage unterwegs waren, gab es im fast abgelaufenen Jahr einige Bau- und Renovierungsarbeiten. „Wir haben das ganze Areal um den Hauptbahnhof erneuert“, berichtete Frank Förster. So wurde beispielsweise der Bahnhofsvorplatz renoviert und ein zusätzliches Cafégebäude aufgestellt. Außerdem sind die Bahnsteige endgültig eingebaut. Auch eine Straßenbrücke ist jetzt in Betrieb, erläuterte Frank Förster.
Ausblickend kündigte der Vereinschef an, dass man im nächsten Jahr das in die Jahre gekommene Bahnbetriebswerk mit dem Lokschuppen neu bauen wird. „Das Betriebswerk war schon auf der alten Anlage im Einsatz und hat mindestens 50 Jahre auf dem Buckel“, begründete Förster.
Mittlerweile 30 Jahre alt ist die jetzige Anlage in den Schwenninger Clubräumen an der Schlegelstraße. Begonnen wurde mit dem Bau 1995, so Förster. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich im Modellbau einiges getan. Früher drehte man an Transformatoren, um den Zug in Bewegung zu setzen, heute übernimmt das eine Software, welche die Züge digital steuert.
Regelmäßige Wartung
„Wir haben Lokomotiven und Wagen im Einsatz, die bald 50 Jahre alt sind“, so der Vorsitzende. Überhaupt werde das Material das Jahr über gepflegt und gewartet. Da könne man ja nicht einfach nur mit dem Staubsauger durch den Wald durchgehen, um den Staub wegzusaugen, dann ist der Wald weg, betonte Förster, und er berichtete, dass es zur Pflege feine Pinsel und Schleifsteine braucht, wie spezielle Lösungsmittel, die alles sauber machen. Und wie bei der richtigen Eisenbahn müssen die Gleise in der kleineren HO-Spur auch regelmäßig gewartet werden.
Bei der Ausstellung wird auch klar, dass der MEC trotz starker Besucherresonanz aus der Region Villingen-Schwenningen, dem südlichen Schwarzwald und der Schweizer Grenzregion mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen hat. So gibt es weder in Schwenningen noch in Villingen lokale Modellbahnhändler. „Wir arbeiten mit einem Händler aus Wutöschingen zusammen, der ist auch Mitglied bei uns“, so Förster.
Verein bietet regelmäßig Kurse an
Auch bietet der Verein regelmäßig Kurse an. Ausgebucht ist beispielsweise bereits das Seminar „Airbrush im Modellbau“. Weitere Kurse gehören der Digitalisierung. Bei der Weihnachtsausstellung kann man sich noch anmelden, rührte der Vorsitzende die Werbetrommel. Für Förster liegt der Reiz an der Modellbahn darin, dass man ein breites Betätigungsfeld hat. „Es ist für jedes Interesse etwas dabei“, sagte Förster, den das Hobby trotz aller Herausforderungen weiter fasziniert. Bautechnisch liegt die Anlage in der Schlegelstraße in ihrer Endphase. Doch eine Modellbahnanlage wird nie fertig. „Wenn wir hinten fertig sind, fangen wir vorne wieder an. Es gibt immer was zu tun“, sagte Förster.