Bosch-Konzernzentrale auf der Schillerhöhe Foto: dpa/Marijan Murat

Der Technologiekonzern Bosch einigt sich mit Arbeitnehmervertretern auf ein Gesamtpaket für die Autozuliefersparte bis 2027.

Genau zwei Wochen ist es nun her, da hat der Bosch-Gesamtbetriebsratsvorsitzende auf einer Infoveranstaltung vor der Konzernzentrale auf der Gerlinger Schillerhöhe über den Stand der laufenden Verhandlung mit der Geschäftsleitung berichtet. Es gehe in diesen Gesprächsrunden um einen „Tarifvertrag der Zukunft“, der eine Beschäftigungssicherung für die im Autozulieferbereich tätigen Kolleginnen und Kollegen beinhalten soll. Die rund 80 000 Mitarbeitenden in dem besonders vom Wandel betroffenen Bosch-Segment haben nun am Dienstag eine gute Nachricht von der Unternehmensleitung erhalten.

Maßgeschneiderte Lösungen

In einer Bosch-Mitteilung heißt es: „Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Mobility-Standorten bis Ende 2027 ausgeschlossen.“ Zu einem vom 1. Januar 2024 an in Kraft tretenden Gesamtpaket gehört außerdem eine „Neuaufstellung des Mobility-Bereichs, mit maßgeschneiderten Lösungen für den Kunden aus einer Hand“. Zudem hat die Geschäftsleitung eine Zusage gegeben, die Belegschaft über die Betriebsräte mehr in strategische Entscheidungen miteinzubinden.

„Wir freuen uns, dass wir bei diesem komplexen Thema ein für alle Seiten tragfähiges Ergebnis erzielt haben“, sagt Bosch-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Stefan Grosch. In einem nächsten Schritt sollen laut der zuständigen Personalleiterin Erika Rasch Zielbilder für die einzelnen Standorte entwickelt werden. Auch die IG Metall zeigt sich zufrieden. „Das vereinbarte Paket könnte eine Vorlage für andere Unternehmen sein, besonders für die Automobilindustrie“, heißt es in der Erklärung der Gewerkschaft.