Das Netzwerk für nachhaltige Mobilität Kandertal/Oberrhein erhält 250 000 Euro aus dem Badenova-Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz.
Damit kann die erfolgreiche Arbeit für drei weitere Jahre fortgesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung der Energieagentur Südwest. Die zehn Mitgliedsgemeinden und -städte wollen somit auch in Zukunft mit „Nemo 2.0“ konkrete Mobilitätsangebote vor Ort schaffen, die den Umstieg auf alltagstaugliche Alternativen zum privaten Auto erleichtern und die Lebensqualität vor Ort erhöhen sollen.
„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, mit der Unterstützung der Badenova dieses zukunftsweisende Projekt auch in den kommenden Jahren weiterführen zu können“, wird Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Südwest, zitiert. Michael Artmann, Badenova-Innovationsfonds, überreichte den „Klimahelden“, eine symbolische Anerkennung für geförderte Projekte.
Fokusthemen des neuen Förderzeitraums ab April 2026 sind die Etablierung sicherer Rad- und Fußwege, vor allem für Schulkinder, sowie die Einführung eines gemeindeübergreifenden Fahrradverleihsystems, heißt es. Auch die klimafreundliche Anbindung neuer Wohngebiete sowie die Integration von „blau-grüner“ Infrastruktur, beispielsweise begrünte Wartezonen und entsiegelte Wege, werden Schwerpunkte der Zusammenarbeit sein.
Zunächst steht auch die Finalisierung wichtiger Meilensteine der ersten Projektjahre von Nemo im Vordergrund. Im Laufe des kommenden Jahres werden an unterschiedlichen Standorten die ersten Mobilstationen gebaut. Diese bündeln verschiedene Verkehrsmittel und Services an einem Ort. Daran anknüpfend werden ein Carsharing-Angebot etabliert und öffentliche Ladesäulen in allen Mitgliedsgemeinden und -städten errichtet.
Lob für Zusammenarbeit
Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl fasst zusammen: „Die Nemo-Kooperation ist ein großartiger Erfolg. Es ist toll zu sehen, wie wir als Gemeinden gemeinsam ein Netz an E-Ladesäulen und Carsharing-Angeboten im ländlichen Raum aufbauen. Mit der Förderung aus dem Badenova-Innovationsfonds können wir neue Ziele angehen, wie zum Beispiel unsere Anbindung an das stark genutzte Basler Bikesharing-System.“
Die Zusammenarbeit gestaltet sich am Beispiel der Mobilstationen wie folgt: Vor Ort schauen die Städte und Gemeinden, an welchen Standorten Mobilstationen sinnvoll sind, zum Beispiel an Umstiegspunkten oder in Ortszentren. Die Energieagentur Südwest bündelt anschließend die Ideen aus den Gemeinden, übernimmt die Detailplanung und kümmert sich um die Akquise von Fördermitteln.
Begleitung durch Partner
Der Landkreis fungiert dabei als enger Kooperationspartner: Er stellt stellvertretend den gemeinsamen Förderantrag und ermöglicht eine gebündelte Anschaffung von Mobiliar und Dienstleistungen für die Mobilstationen. Fachlich eng begleitet wird das Netzwerk durch den Verein Agglo Basel sowie den Regionalverband Hochrhein-Bodensee.
Hintergrund
Das Netzwerk für Mobilität Kandertal/Oberrhein (Nemo)
fördert die nachhaltige Mobilität mit Angeboten für die erste und letzte Meile. Im Fokus stehen Carsharing, Ladeinfrastruktur, Mobilstationen, Bike & Ride, Fuß- und Radverkehr sowie die Umgestaltung von Ortsmitten. Nemo wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über einen Zeitraum von drei Jahren von 2023 bis 2026 gefördert. Zusätzliche Mittel erhält das Netzwerk aus den Strukturfördermitteln des Landkreises Lörrach, durch den Verein Agglo Basel sowie den Regionalverband Hochrhein-Bodensee.
Teilnehmende Kommunen
des Netzwerks sind Bad Bellingen, Binzen, Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Fischingen, Kandern, Rümmingen, Schallbach, Schliengen sowie Wittlingen.