Zweimal im Jahr tourt die Cargobike Roadshow mit ihren zwölf E-Lastenrädern durch das Land und gibt Tipps an die Endverbraucher. Jetzt machte man auf dem Marktplatz in Schwenningen Station. Hier wurden außerdem die Stadtradeln-Gewinner gekürt.
Das Team der Cargobike Roadshow aus Berlin war zu Gast und informierte unabhängig von Herstellern und Modellen zum großen Thema E-Lastenrad und wer von den Besuchern wollte, durfte eine kleine Probefahrt unternehmen, was auch gerne genutzt wurde.
Die Roadshow wurde beauftragt durch die AGFK, die Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg, die Partnerstädte haben, darunter auch Villingen-Schwenningen.
Ein Großteil der interessierten Bevölkerung kam, um nur einmal zu schauen, andere wiederum mit konkreten Vorstellungen. Bei der Cargobike Roadshow durften die Leute dann die unterschiedlichen Varianten ausprobieren.
Für Lasten und Personen
Da gibt es beispielsweise Modelle mit den klassischen Aufbauten, die für Kurierdienste, oder für den Lieferservice genutzt werden können oder auch Lastenräder, mit denen Personen befördert werden können. „Jedes Rad fährt sich anders“, so die Roadshow-Mitarbeiterin Karen Greiderer.
Wenn jemand sich ein E-Lastenrad anschaffen will, sollte man sich im Vorfeld drei Hauptfragen beantworten: Wo stellt man das Rad ab? Was will man transportieren? Und wie hoch ist das Budget, wenn man sich ein Lastenrad anschaffen möchte? Hier liegen die Anfangspreise zwischen 4000 und 8000 Euro, nach oben keine Grenzen, erklärte Karen Greiderer. Im nächsten Schritt sollte der Interessent zum örtlichen Fahrradhandel gehen, dort Probe fahren und fragen, welcher Service angeboten wird.
Der Trend gehe zur Zeit hin zu einfachen Rädern, die maximal viel Gepäck transportieren können, sagte die Fachfrau. Es gebe auch Lastenfahrräder, die im ersten Moment nicht danach ausschauen, erklärte Karen Greiderer.
Weitere Pläne vorgestellt
Auch Bürgermeister Detlev Bührer war vor Ort und informierte sich über das vielfältige Angebot, das es auf dem Radmarkt gibt.
Dass sich Lastenräder auch auf den neuen Fahrradstraßen in Schwenningen gut fahren lassen, betonte der städtische Mobilitätsbeauftragte Ansgar Kundinger auf dem Marktplatz. Vor Ort stellte er die weiteren Pläne vor, Schwenningen mit dem Radverkehrskonzept noch fahrradfreundlicher zu machen.
Stadtradler ausgezeichnet
Außerdem nutzte die Stadt die Cargobike Roadshow dafür, dass sich auf dem Marktplatz die Gewinnerteams der Aktion Stadtradeln ihre Preise abholen konnten. Am meisten in die Pedale getreten hat das Team des Schwarzwald-Baar-Klinikums mit 144 Personen, die insgesamt 31 574 Kilometer gefahren sind. Mit 132 aktiven Radfahrern kommt die Stadtverwaltung VS auf 23 172 zurückgelegte Kilometer auf Rang zwei, die Schwenninger Rudolf-Steiner-Schule auf den dritten Platz mit 23 172 Kilometern, die von 104 Personen aus der Waldorfschule gefahren wurden.
Insgesamt hatten sich 96 Teams mit 1669 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Stadtradeln beteiligt und gemeinsam 337 879,9 Kilometer erradelt. Eingespart wurden dabei rund 56088 Kilogramm CO2. „Damit liegen wir hinter unserem Ergebnis aus dem vergangenen Jahr, dennoch müssen wir uns mit dieser Leistung nicht verstecken“, sagte Ansgar Kundinger.