Die Prioritätenliste zum Ausbau der Radwegeinfrastruktur in Schramberg stellte Konrad Ginter, Abteilungsleiter Tiefbau, im Ortschaftsrat Tennenbronn vor.
Neun Projekte sind in der Liste aufgeführt, von denen sich die ersten vier im Bau oder in der Bearbeitung befinden. Für den Radweg von Sulgen nach Eschbronn ist die Strecke bis auf die Durchfahrt in Schönbronn bereits asphaltiert und die Straßenarbeiten an der K 5532 sind fertiggestellt.
Weg weiterführen
Der Weg führt begleitend zu Kreisstraße vom Friedhof Sulgen über Schönbronn zum Abzweig nach Locherhof; von dort ist der Weg nach Locherhof bereits angeschlossen. Der Weg für die Durchfahrt im Ortsteil Schönbronn ist derzeit noch offen und kann nur teilweise auf eine Nebenstrecke geleitet werden.
Inzwischen gibt es Überlegungen, den Radweg durch Mariazell zu führen und am Ortsausgang mit dem Weg nach Weiler zu verbinden. Dafür sind Förderanträge in Bearbeitung, wie auch für einen Radweg von Aichhalden über Heiligenbronn nach Waldmössingen sowie für einen Radweg von Hardt über Sieh-dich-für nach St. Georgen. Noch offen sind Planung und Realisierung der weiteren fünf Vorschläge von der vorgestellten Liste.
Schramberg – St. Georgen
Dagegen gibt es schon sehr lange den Wunsch, einen Radweg von Schramberg über die Berneck nach Tennenbronn und von dort hinauf nach St. Georgen zu führen. Ein entsprechender Vorschlag wurde allerdings kürzlich vom Land abgelehnt.
Möglichkeit in der Berneck?
Die Stadt Schramberg will im Zuge des geplanten Kanalbaus durch das Bernecktal auch Möglichkeiten für den Bau eines Radwegs prüfen, versprach Konrad Ginter. Diese Ankündigung wurde im Ortschaftsrat begrüßt, für den eine sichere Radverbindung nach Schramberg wichtig sei.
Mehr Radfahrer
Radfahren habe in Tennenbronn stark zugenommen, auch durch die Förderung der Firma Schneider für ihre Mitarbeiter. Eine Radverbindung vom Ort zur Firma Schneider im Schwarzenbach zwischen Tennenbronn und St. Georgen wäre als Einzelabschnitt wünschenswert, formulierte Ortschaftsrätin Monika Kaltenbacher ihre Erfahrungen zum starken Verkehrsaufkommen besonders morgens.
Mit Abgeordneten reden
Patrick Fleig wollte die Notwendigkeit von sicheren Radverbindungen den Landtagsabgeordneten bei Besichtigungen vor Ort deutlich machen. Die Gemeinde Dornhan sei in der Vorplanung für einen Radweg durch das Heimbachtal, ergänzte Konrad Ginter seine Liste. In das angekündigte Mobilitätskonzept des Landes könnten Radwege nach Hardt und nach Lauterbach aufgenommen werden.
Nach Hornberg
Für einen Radweg von Tennenbronn hinauf über den Windkapf nach Hornberg gebe es eine Anfrage vom Schwarzwald-Baar-Kreis, informierte Ginter. Mit der Fertigstellung des Mobilitätskonzepts oder durch Änderungen von Rahmenbedingungen könne es noch zu Verschiebungen in der Priorisierung kommen. Der Ortschaftsrat stimmte der Vorstellung der Priorisierung einstimmig zu.