Schömberg macht den Anfang, Ratshausen zieht nach? Die anderen Kommunen halten die Füße still.
Nachdem Schömberg den Anfang gemacht hat, will nun Ratshausen nachziehen. In der ersten Sitzung des neuen Jahres startete der Schömberger Gemeinderat mit dem Punkt „E-Car-Sharing“ auf der Agenda. Die Gespräche mit dem Unternehmen „deer“ vertiefen sich, aktuell wird noch der perfekte Standort ausgehandelt. Da war sich das Gremium in der Februar-Sitzung noch unschlüssig, ob bei der ehemaligen Telefonzelle an der B27 (Kreuzung Balinger Straße und Schweizer Straße) oder doch lieber auf dem Parkplatz am Zollhaus. Für letzteres könnte die aktuelle Sperrung der Badstubengasse aufgehoben werden.
„Strom selbst nutzen“
Ratshausen steckt aktuell mitten in der Umsetzung des Allmend-Anbaus für die Freiwillige Feuerwehr und den Bauhof. Dort wird entsprechend auch die Photovoltaik-Anlage erweitert. Da es sich bei der Neuanschaffung für den Bauhof um ein E-Fahrzeug handelt, wird dort auch eine Ladestation eingerichtet, die allerdings nicht öffentlich ist. „Wir legen das an, um den selbst produzierten Strom auch selbst zu nutzen“, erläutert Bürgermeister Tommy Geiger den Nachhaltigkeitsgedanken.
Einen öffentlichen Ladepunkt gibt es bisher noch nicht – das könnte sich allerdings schon bald ändern. In der jüngsten Sitzung ging es nämlich auch in Ratshausen genau darum und die Ratsmitglieder zeigten sich zugänglich für die Idee. Geiger sieht in den kleineren Kommunen ohnehin mehr Bedarf als etwa in der Balinger Innenstadt, da der öffentliche Nahverkehr lückenhafter wird je ländlicher die Kommune. E-Car-Sharing wird vom Schultes als Chance erkannt, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Mobilität zu ermöglichen – ohne zwangsweise ein eigenes Auto, beziehungsweise einen Zweit- oder Drittwagen, anzuschaffen.
Erschließungskosten im Moment noch unklar
Infrage kommen etwa die öffentlichen Stellplätze an der Ortsdurchfahrt gegenüber des Gasthofs „Adler“. Als Fixpreis für Kommunen unter 1600 Einwohnern nennt das Unternehmen „deer“ 7400 Euro, außerdem wird durch den Zusammenschluss mit anderen Gemeinden, etwa Schömberg, von den Synergieeffekten profitiert. Hinzu kommen Erschließungskosten, die im Moment noch unklar sind. Eine ausführliche Präsentation soll im Gemeinderat bereits im März oder April stattfinden – inklusive Beschluss.
„Aufgrund der Haushaltssituation ist E-Car-Sharing für uns in Rosenfeld aktuell kein Thema, gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt“, lautet die Auskunft seitens der dortigen Verwaltung. Ähnlich sind die Rückmeldungen in Geislingen, Dotternhausen, Dormettingen und Weilen u.d.R.