Bis Ende 2027 soll in Rümmingen eine E-Ladesäule stehen (Symbolfoto). Foto: Sven Hoppe/dpa

Nachhaltige Entwicklung und Mobilität sowie Klimaanpassung sind das Ziel der Gemeinde Rümmingen, die im Rahmen des „Nemo“-Projekts noch einige Maßnahmen umsetzen will.

Das Netzwerk für nachhaltige Mobilität („Nemo“) ist ein regionales Bündnis zur Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen in Zusammenarbeit mit zehn Kommunen aus dem Kandertal und Oberrhein sowie den regionalen Partnern Agglo Basel, Regionalverband Hochrhein-Bodensee und dem Landkreis Lörrach. Das Ziel des Netzwerks ist es, eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Mobilitätsinfrastruktur zu etablieren.

 

Mehrere Punkte davon sind noch offen. So sind die Verhandlungen über ein Carsharing gescheitert. Es habe sich kein Anbieter gefunden, obwohl sich mehrere Kommunen dafür zusammengetan haben, berichtete Bürgermeisterin Joana Carreira. Rümmingen sei zu klein für ein solches Angebot, habe es von Seiten eines möglichen Betreibers geheißen. Für Efringen-Kirchen hätte er zugesagt, doch ohne die anderen Kommunen mitzunehmen, habe Efringen-Kirchen das abgelehnt, berichtete Carreira. Man sei aber mit einem anderen Betreiber im Gespräch.

Zweites Projekt ist das Aufstellen einer E-Ladesäule in Rümmingen. Dafür wurde ein Vertrag abgeschlossen, bis Ende 2027 soll die Säule stehen. Bis zu zwei Mobilstationen sollen in Rümmingen entstehen, wo Bus, Carsharing und Auto verknüpft werden können. Der Antrag auf Aufnahme ins Förderprogramm wurde dafür bereits vor eineinhalb Jahren gestellt, der endgültige Antrag soll diesen Sommer erfolgen.

Viertes Projekt schließlich ist die Umgestaltung der Ortsmitte und der Schallbacher Straße. In der Schallbacher Straße gehen die Bauarbeiten Ende April los.

Fortführung bis März 2029

Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, das Projekt „Nemo“, das Ende März auslief, bis März 2029 fortzuführen. Dabei sollen ein Schulwegkonzept und ein Radwegkonzept erarbeitet werden, außerdem sollen Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Ort entwickelt werden. Auch die Einführung eines Bürgerbusses und die Einrichtung einer Schnittstelle zur Identifikation und Nutzung geeigneter Förderprogramme gehört zu den gewünschten Maßnahmen.

Für die individuelle Beratung durch die Energieagentur Südwest entstehen der Gemeinde in den drei Jahren Kosten von insgesamt knapp 31 800 Euro. Steffen Aenis war der Ansicht, das rentiere sich, und auch Bürgermeisterin Carreira ist der Überzeugung, dass das Projekt und die Beratung Sinn ergeben.