Bis in zwei Wochen werden auf den Zimmerner Straßen E-Scooter fahren. Die Ortsmitte können sie anfangs jedoch nicht passieren. Wegen den Sanierungsarbeiten wird die neue Ortsmitte nach Pfingsten für zwei Wochen gesperrt sein. Foto: Weisser

Nach Rottweil und Deißlingen will nun die Gemeinde Zimmern mit E-Scootern die innerörtliche Mobilität verbessern. Zunächst läuft eine Testphase.

Die Gemeinde arbeitet – wie die anderen Kommunen im Landkreis, in denen E-Scooter bereitstehen – mit dem irischen Start-up Unternehmen „ZEUS Scooters“ zusammen. Deren Fahrzeuge würden sich aufgrund ihrer drei Räder durch einen stabilen Stand und eine hohe Fahrsicherheit auszeichnen, erfuhren die Ratsmitglieder.

 

Im Kernort und in den Teilgemeinden sollen zum Einstieg 25 Roller an verschiedenen Standorten angeboten werden. Schon in zwei Wochen sollen die ersten E-Scooter in Zimmern ausgeliehen werden können.

Die Scooter dürfen auf allen Zimmerner Gemeindeflächen abgestellt werden – mit Ausnahme von Parkverbotszonen. So wird es derzeit auch in Deißlingen und in Rottweil praktiziert. Auf den Ausweis von bestimmten Parkzonen, wie es Matthias Teufel forderte, wird vorerst verzichtet. Die Verwaltung („Wir sollten mutig sein“) bezweifelte, ob die Akzeptanz gegeben sei, wenn die Nutzer einen weiteren Weg zwischen Parkzone und der Wohnung zurücklegen müssten.

Um die Scooter nutzen zu können, ist eine vorherige Anmeldung über eine App erforderlich. Den Nutzern stünden verschiedene Preismodelle (etwa Abrechnung nach Einzelfahrten oder Abo-Modelle) zur Verfügung.

Zeus-Manager Nico Reitemeier stellte dem Zimmerner Gremium das Geschäftsmodell mit den Akku-betriebenen Rollern vor. Danach folgte eine ausgiebige Diskussion mit reichlich Wortmeldungen. Nicht alle Gemeinderäte entpuppten sich als Fans der E- Scooter. Bei der Abstimmung votierten sieben Mandatsträger mit Nein.

Die überwiegende Mehrheit der Ratsrunde begrüßte jedoch ausdrücklich die Entscheidung. Jüngere könnten sich schnell und einfach fortbewegen, lautete das Hauptargument.

Aus Deißlingen, so berichtete Horgens Ortsvorsteherin Frauke Ohnmacht, habe sie eine positive Rückmeldung bekommen. Andere sahen die Parksituation als kritischen Punkt an. Negativbeispiele aus anderen Kommunen wurden angeführt. Jürgen Kramer („Die Sache wird zu positiv dargestellt“) und Thomas Bausch („Ich sehe das nicht so rosig“) äußerten Bedenken. S Gemeinderat Andreas Bihl geht bei E-Scootern von einer erhöhten Unfallgefahr aus. In Statistiken werde dies zu sehen sein, warnte er.