In der Lehrstraße soll ein Mobilfunkmast, keine 20 Meter hoch, errichtet werden. Foto: Pixabay

Die Planungen für einen Mobilfunkstandort in Dietingen wurden im Gemeinderat vorgestellt.

Daniel Eger, Kommunalbeauftragter Mobilfunk der Deutschen Telekom GmbH, stellte zunächst die rasante Entwicklung bei der Mobilfunktechnologie mit einem massiven Anstieg der Mobilfunknutzung vor und gab einen Einblick auf die ambitionierten, staatlichen Lizenzauflagen bis ins Jahr 2030.

 

Er erklärte, dass weitgehend alle vorhandenen Funkmaststandorte bestmöglich aufgerüstet worden seien. Nun sei es notwendig, einen engmaschigeren Funkmastbestand zu schaffen, um den weiter steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Jeder Ortsteil benötige einen Mobilfunkstandort, der relativ zentral gelegen sei, damit er auch perspektivisch die Versorgung sicherstellen könne. So seien entlang der Autobahn beispielsweise etwa alle zwei Kilometer Funkmastanlagen bereit zu stellen.

Blick aufs Innerörtliche

Die Telekom richte ihr Augenmerk bei der innerörtlichen Versorgung zunächst auf den Ortsteil Dietingen. Danach soll die Aufrüstung in den weiteren Ortsteilen folgen.

Soweit keine Standorte auf öffentlichen Flächen gefunden werden, müsse die Umsetzung auf privaten Liegenschaften erfolgen. Die Nutzung der Funkmastanlagen stehe dabei auch anderen Mobilfunkanbietern offen.Der Suchkreis für einen Funkmaststandort im Ortsteil Dietingen liegt im westlichen Bereich des Teilorts.

Der am Schreckenberg geplante Funkmast eines anderen Anbieters dient hingegen weitgehend der Mobilfunkversorgung entlang der Bundesautobahn und kann daher den Bedarf für den Ortsteil Dietingen nicht decken.

Nicht in der Heubergstraße

Ein ursprünglich in der Heubergstraße favorisierter Dachständer-Funkmast kann nicht realisiert werden, da sich die erforderliche Ausleuchtung als nicht ausreichend erweist.

Es soll daher ein Funkmast auf einem privaten Wiesengelände in der Lehrstraße mit einer Höhe von knapp 20 Metern errichtet werden. Daniel Eger zeigte hierzu einen Lageplan und erläuterte die geplante Stahlbauweise.

Anhand weiterer Lagepläne stellte der Experte die aktuelle Versorgung in den Ortsteilen Irslingen und Böhringen dar. Dort bestehe nur eine Grundversorgung, die weiter optimiert werden müsse.

„Bei weitem nicht gerecht“

In den Ortsteilen Rotenzimmern und Gößlingen bestehe hingegen eine sehr schlechte Mobilfunkversorgung, die den Bedürfnissen bei weitem nicht gerecht werde. Hierbei richtet er die Bitte an die Gemeinde, mögliche kommunale Standorte zu benennen, bevor in einem weiteren Schritt private Grundstücke und Gebäude in den Fokus zu nehmen sind.

Daniel Eger fasste zusammen, dass die aktuelle Standortplanung für den Ortsteil Dietingen eine vollumfängliche, zukunftsfähige Mobilfunkversorgung sicherstellen werde und Potentiale für die Mitnutzung durch andere Mobilfunkanbieter gegeben seien.

Start Anfang 2027

Anfang 2027 soll der Baustart für den geplanten Mobilfunkmast in der Lehrstraße terminiert werden. Eine Baugenehmigung ist hierbei nicht erforderlich, da der Funkmast die Höhengrenze von 20 Metern unterschreiten werde.