Zur Mobilfunkversorgung in Waldmössingen hat unser Leser Thomas Schwarzwälder folgende Meinung.
In Waldmössingen gibt es Bürger, die einen weiteren Funkmast befürworten – und solche, die ihn ebenfalls befürworten, aber mit Augenmaß. Beides lässt sich miteinander vereinbaren. Die Bürgerinitiative für nachhaltigen Mobilfunk setzt sich ausdrücklich für eine bessere Versorgung ein– jedoch verantwortungsvoll, gesundheitsschonend und mit Rücksicht auf die Wohnbevölkerung.
Unser Anliegen richtet sich nicht gegen den Mobilfunkausbau, sondern gegen den aktuell geplanten Standort direkt neben der Kastellhalle – nur 20 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt. Ein solcher Abstand widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Wir fordern: kein Mast näher als 500 Meter zur Wohnbebauung.
Das von uns finanzierte Gutachten des EMF-Instituts Dr. Nießen zeigt praktikable Alternativen auf, die technisch sogar vorteilhafter sind und die Versorgungslücken, etwa in der Seedorfer Straße, besser schließen. Die Lösung liegt längst auf dem Tisch. Doch statt sie aufzugreifen, erleben wir Sturheit bei der Telekom und Hilflosigkeit in der Verwaltung. Die Stadt weigert sich, ihren Fehler bei der Standortwahl zu korrigieren.
Andere Kommunen wie Freudenstadt machen es besser: Dort wird jeder Maststandort gemeinsam mit dem Gutachter Dr. Nießen und der Telekom abgestimmt. Auch in Waldmössingen wäre eine verträgliche Lösung möglich – wenn man denn wollte.
Stattdessen wird im Mitteilungsblatt vom 24.10.2025 die Meinung eines einzelnen Bürgers aus der Seedorfer Straße hervorgehoben, der den Mast befürwortet. Herr Ullrich, haben Sie ihm mitgeteilt, dass seine Straße laut Gutachten weiterhin unterversorgt bliebe?
Gleichzeitig ignoriert Herr Ullrich in seiner Bekanntmachung den Hinweis, dass die Unterschriften im betroffenen Umkreis neu eingeholt wurden. Über 250 Unterschriften – mehr als 90 % der Haushalte im 500-Meter-Radius – stehen einer einzelnen E-Mail gegenüber. Das wird verschwiegen. Chapeau für diese demokratische Glanzleistung!
Die Bürgerinitiative steht für konstruktive Lösungen. Wir wollen Versorgung, aber nicht um jeden Preis. Was wir brauchen, ist ein Dialog auf Augenhöhe!
Thomas Schwarzwälder Bürgerinitiative für nachhaltigen Mobilfunk WaldmössingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.