Die Arbeiten am Mobilfunkmast zwischen Neuhausen und Erdmannsweiler sind inzwischen weiter fortgeschritten. Bis zur Inbetriebnahme dauert es aber noch.  Foto: Moser

Schon eine ganze Weile ragt der Mobilfunkmast zwischen Neuhausen und Erdmannsweiler jetzt in die Höhe. Für besseren Handy-Empfang sorgt er aber noch nicht – auch wenn die Arbeiten mittlerweile weit fortgeschritten sind.

Königsfeld-Neuhausen/-Erdmannsweiler - Im Vorfeld wurde viel und lange über ihn diskutiert, ja sogar gestritten. Aufgebaut war der Mast dann innerhalb von drei Monaten schnell – kaum zu übersehen war, wie das mehrere Meter hohe Bauwerk inmitten von Feldern in die Höhe wuchs. Die Arbeiten laufen seitdem weiter – auch wenn sie nicht mehr ganz so aufsehenerregend sind. Abgeschlossen sind sie bislang noch nicht, wie Benedikt Albers, ein Sprecher der Deutschen Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Telekom, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten mitteilt.

"Die Arbeiten sind inzwischen weit fortgeschritten", berichtet Albers. Der Standort war am 30. Oktober von der Deutschen Funkturm fertiggestellt und übergeben worden, seitdem laufen die Bauarbeiten für die Glasfaserverbindung. Zudem wurde ein Zaun um den Masten herum errichtet, der als Zutrittsschutz dient, wie der Pressesprecher erläutert. So sollen Mast und Sendetechnik gesichert werden.

Einen genauen Termin für die Inbetriebnahme gibt es noch nicht

Albers gibt auch einen Überblick darüber, was noch ansteht, wenn die Glasfaseranbindung komplett ist: Zunächst folge dann der Aufbau und der Anschluss der Technik-Komponenten. Diese umfassen unter anderem Systemtechnik, Antennen und Kabel.

Wenn diese Installationsarbeiten abgeschlossen sind, "folgt die Anmeldung zur Inbetriebnahme und Abnahme des Mobilfunkstandortes bei der Bundesnetzagentur", teilt Albers mit. Erhält der Mobilfunkmast bei dieser Abnahme die Betriebsfreigabe, kann direkt im Anschluss eine Testphase gestartet werden. Zum Schluss "erfolgt dann die finale Inbetriebnahme zu einem mit der Bundesnetzagentur abgestimmten Termin (Netzdefinitionstermin)." Einen konkreten Inbetriebnahme-Termin gibt es noch nicht. Vorgesehen war dieser für die zweite Jahreshälfte 2021.

Zu den Kosten für das Bauprojekt gibt Albers auf Anfrage keine konkrete Auskunft. Nur so viel: "Die Kosten für einen Mobilfunkmast variieren je nach Rahmenbedingungen und betragen durchschnittlich etwa 200 000 Euro." Getragen werden diese Kosten von der Deutschen Funkturm GmbH.

Mietvertrag mit Vodafone ist mittlerweile abgeschlossen

Bis der Handyempfang in Neuhausen und Erdmannsweiler besser wird, werden sich Telekom-Kunden also noch etwas gedulden müssen. Gute Nachrichten gibt es derweil für die Kunden von Vodafone. Die Überlegungen, dass auch dieser Mobilfunk-Anbieter den Telekom-Masten mitnutzen könnte, sind mittlerweile sehr konkret geworden. So teilt Albers auf Anfrage mit: "Wir haben bereits einen Mietvertrag für Antennenflächen mit Vodafone abgeschlossen." Künftig, berichtet der Pressesprecher, werden also Telekom- und Vodafone-Kunden "von unserem Mast profitieren".

Auch wenn die Arbeiten am Mobilfunkmast zwischen Neuhausen und Erdmannsweiler in Zukunft dann abgeschlossen sind, hat die Telekom weiterhin ein Auge auf das Handynetz in Königsfeld. Als nächstes steht nämlich Burgberg auf dem Plan. Auch hier soll ein Mast errichtet werden. Von einem Sachstand wie zwischen Neuhausen und Erdmannsweiler ist man hier aber noch weit entfernt. In Burgberg befinde man sich derzeit "noch in einer sehr frühen Phase auf der Suche nach einer geeigneten Fläche", teilt Albers auf Anfrage mit. Bis auch hier ein Mobilfunkmast aus dem Boden ragt, dürfte es also noch einige Zeit dauern.