In Hart sucht die Telekom einen geeigneten Standort für einen Mobilfunkmast. Foto: stock.adobe.com/Oliver Boehmer

In Bad Imnau, Bittelbronn, Trillfingen und in Hart sollen neue Sendemasten gebaut werden. Der Ausbau des Mobilfunknetzes im Raum Haigerloch dürfte einen speziellen Grund haben.

Ortsvorsteher Thomas Klingler stellte im Harter Ortschaftsrat am Montag einen quadratförmig um Hart gelegten Suchraum vor, in dem die Telekom gerne einen Funkmasten bauen möchte. Dass derzeit die Erhöhung der Mastendichte im Gespräch ist, – anscheinend sind auch Funkmasten bei Höfendorf und Bietenhausen geplant – hängt nicht nur mit einer Verbesserung der Telefonie über Mobilfunk zusammen, sondern vor allem mit dem in nicht allzu ferner Zukunft möglichen autonomen Fahren.

 

5G braucht eine höhere Dichte an Funkmasten

Dafür benötigt man den 5G-Standard. Doch während Sendeanlagen mit der derzeit noch weit verbreiteten 4G-Technologie einen Umkreis von 1,5 bis zwei Kilometer abdecken können, schaffen 5G-Anlagen laut Bieger nur 900 Meter. Damit also Fahrzeuge eines Tages weitgehend selbstständig über die Straßen rollen können, ist eine Erhöhung der Mastendichte die logische Folge.

Der Wunsch der Telekom für Hart ist ein Standort für einen etwa 30 Meter hohen Masten in westlicher Richtung. „Damit kann die Sendeanlage auch Teile von Trillfingen mitversorgen“, erklärte der Ortsvorsteher diesen Wunsch.

Bauvorhaben ist privilegiert und im Außenbereich zulässig

Dafür böte sich ein Platz im Schuppengebiet an, etwa in der Nähe des neuen, von Metzgermeister Benjamin Beuter gebauten Offenstalls. Dort wäre ein städtisches Grundstück verfügbar und der Abstand zur Wohnbebauung dürfte ausreichend groß sein. Grundsätzlich, so Bieger weiter, gelten solche Bauvorhaben als privilegiert und seien deshalb im Außenbereich zulässig.

Weil eine solche Kommunikationstechnologie Hart als Wohnort aufwertet und weil sie zugleich eine Alternative zur schnellen Datenübertragung via Glasfaser darstellt, befürwortete der Ortschaftsrat Hart das Vorhaben.