Der Mobilfunkmast soll nach dem Willen der Stettener Bürger auf jeden Fall von der Grundschule und der Ortsmitte abrücken. Foto: Pfister

Dass das umstrittene Thema zum Standort des Mobilfunkmasts in Stetten u. H. noch nicht ausgestanden ist, wurde in der jüngsten Ortschaftsratssitzung klar. Viele Bürger waren da und hielten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg.

Burladingen-Stetten - Ortsvorsteherin Sandra Schäfer überraschte es nicht, dass so viele Stettener anwesend waren und dass die sich für den Standort des Mobilfunkmasts und die hohen Bodenrichtwerte interessierten.

Die Ortsvorsteherin teilte mit, dass der Mobilfunkmast, der ursprünglich direkt hinter dem Kindergarten und der Schule geplant war, was auf großen Protest stieß, nun 300 Meter vom Kernort und der Schule entfernt, ebenfalls auf Gewann "Halde" aufgestellt werden soll. Durch Messungen müsse noch geprüft werden, ob diese Stelle auch geeignet sei. Als sicher gelte es, so Schäfer, dass die Personenschutzgrenzwerte nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eingehalten werden.

Dann eben kein Funkmast

Einige Bürger hatten dennoch Bedenken, ob der Abstand von 300 Metern ausreiche. Die Ortsvorsteherin versprach, sich darum zu bemühen, dass der Standort weiter entfernt sein werde. Der bei der letzten Sitzung von Einwohnern gewünschte Standort auf Kobel sei weitaus näher am Ort als der nun geplante, gab sie zu bedenken.

Gleichzeitig teilte sie den Anwesenden mit, dass der Funkmasten auf jeden Fall im Gewann Halde erstellt werde. Sollte dies wegen der Einwände der Bürger nicht möglich sein, werde Stetten keinen Funkmast erhalten und als "weißer Fleck"‹ über viele Jahre hinweg keine gute Netzverbindung haben.

Bodenrichtwerte eine böse Überraschung

Der Ortschaftsrat stimmte geschlossen für den derzeit in Planung stehenden Standort. Danach zeigte sich ein Bürger erstaunt über die hohen Bodenrichtwerte in Stetten, die für die Grundsteuer maßgeblich sind. Diese Werte seien trotz geringerer Infrastruktur, neben denen der Innenstadt selbst, die höchsten im ganzen Stadtgebiet. Unverständlich sei auch, dass in der Nachbargemeinde Hörschwag trotz selber Infrastruktur der Richtwert weitaus niedriger sei. Selbst das benachbarte Trochtelfingen sei nicht so hoch eingestuft wie Stetten.

Sandra Schäfer teile hierzu mit, dass zu diesem Thema eine Einladung des Landratsamts an die Ortsvorsteher ergangen sei. Die würden am 5. September über dieses Thema informiert. Unter "Verschiedenes" teilte Schäfer mit, dass die Arbeiten am "Tante M"- Laden wie geplant laufen und mit der Eröffnung Ende September gerechnet werden könne.

Zur Radwegentwicklung in Stetten hatte Schäfer einen Termin mit einem Sachverständigen, der ihr diverse Vorschläge für die Sicherheit der Radwege in Stetten erläuterte. Schäfer wird sich nun mit dem Regierungspräsidium in Verbindung setzen um in Erfahrung zu bringen, wo die einzelnen Anträge für die verschiedenen Maßnahmen gestellt werden können.