Mit 27 Punkten hatte sich Bezirksligist SV Winzeln in die Winterpause verabschiedet und will möglichst schnell mindestens 45 Zähler erreichen. Personell gibt es gute Neuigkeiten.
Die letzte Vorbereitung in der fußballerischen Laufbahn von Tobias Heizmann und Tobias Bea ist in vollem Gange: Beide werden im Juli 42 Jahre alt und hängen ihre Fußballschuhe wie berichtet an den Nagel. Bevor dies der Fall ist, soll mit dem SV Winzeln aber noch der Klassenerhalt eingetütet werden.
Heizmann erklärt gegenüber unserer Redaktion: „Wir wollen uns natürlich ordentlich verabschieden. Man will ja nicht mit einem Abstieg aufhören. Wir sind voll motiviert.“ Und der erfahrene Coach weiß nur zu gut, dass trotz 27 Zählern auf der Habenseite keine Zeit zum Ausruhen ist. Er sagt: „Wir können die Tabelle lesen. Ich weiß nicht, ob das auf alle zutrifft. Die Situation in der Landesliga hat sich im Vergleich zum Saisonbeginn auch verschärft. Ich denke, 45 Punkte wird man schon brauchen.“
Es gibt nichts geschenkt
Nach dieser Rechnung würden dem SVW noch 18 Punkte fehlen. Heizmann stellt aber auch klar, dass jeder dieser in der Bezirksliga hart erarbeitet werden muss: „Wir können mit unserer bisherigen Punktzahl mehr als zufrieden sein. Wenn man die Spiele betrachtet, hätten es auch weniger sein können. Das wäre keine Überraschung.“ Exemplarisch führt er den 2:1-Erfolg in Bubsheim an – ein Spiel, „welches man in neun von zehn Fällen verliert“.
Positive Nachrichten gibt es in jedem Fall was das Personal anbelangt. So hatten die Winzelner im Laufe der Vorrunde ein wahres Lazarett aufgebaut – nun gestaltet sich die Situation schon besser. „Wir sind am Schluss wirklich auf dem Zahnfleisch dahergekommen. Jetzt sind viele Spieler wieder erholt.“ Länger ausfallen wird noch Björn Gaus (Kreuzbandriss), Angreifer Niklas Sohmer ist nach seiner schweren Schulterverletzung auf dem Weg der Besserung. Heizmann prognostiziert: „Das wird noch dauern, ist aber absehbar.“
Ordentliche Leistungen
Zwei Testspiele hat man bereits absolviert. Aus dem 0:2 gegen Landesligist Oberwolfach und dem 1:1 gegen Bezirksligist Dauchingen/Weilersbach zog Heizmann durchaus positive Erkenntnisse. „Das waren ordentliche Leistungen. Gegen Oberwolfach mussten wir sehr viel laufen, in der zweiten Begegnung haben wir auch spielerisch einiges auf die Kette bekommen.
SV Waldmössingen hilft
Wieder um Punkte geht es dann am 22. Februar, wenn man die SGM Hardt/Lauterbach empfängt. Der dortige Spielertrainer Marco Lenz ist ein ehemaliger Mitspieler und guter Freund von Heizmann und Bea. „Es wird wichtig, gut zu starten. Das wird aber jede Mannschaft so sehen“, meint Heizmann. Ein großes Lob richten er und der Verein an den Nachbarn aus Waldmössingen. „Sie haben uns proaktiv angeboten, den Kunstrasen für Trainingseinheiten nutzen zu können. Da sind wir natürlich sehr dankbar“, so Heizmann.
Nachfolge noch offen
Wer auf ihn und Tobias Bea folgen in der kommenden Saison folgen wird, steht noch nicht fest. Reiner Hofgärtner, Vorstand Sport beim SVW, berichtet aber von guten Gesprächen. „Noch gibt es nichts Konkretes zu vermelden. Wir sind dabei, die beste Option zu finden und die Gespräche laufen.“