Orel Mangala wird von englischen Fußballclubs umworben. Doch der VfB Stuttgart hat ein erstes Angebot für den 24-jährigen Belgier abgelehnt.
Es ist die Zeit der Zeichen – und Orel Mangala hat ein klares Signal empfangen. Genau genommen sind es sogar zwei Signale, die bei dem Fußballprofi in Diensten des VfB Stuttgart angekommen sind. Das erste ist nach dem Trainingslager im Allgäu rein sportlicher Natur: Der Mittelfeldspieler gehört trotz des Fehlens von Atakan Karazor (weiter in spanischer Untersuchungshaft) nicht zur aktuellen A-Elf des Bundesligisten. Das zweite: Der Trainer testet wie beim 2:1-Sieg gegen den FC Brentford schon mal für den Fall, dass Mangala den VfB noch in diesem Sommer verlässt.
„Er spielt nicht die dritte Geige, das ist klar. Fakt ist, dass Naouirou Ahamada und Nikolas Narety ein gutes Trainingsniveau erreicht haben. Und ich wollte mal sehen, wie es mit den beiden gemeinsam auf dem Platz geht. Um variabel sein zu können und auch um vorbereitet zu sein, falls irgendwas sich verändern sollte“, sagt Pellegrino Matarazzo. Doch aus dem Freundschaftsspiel gegen den englischen Club ergibt sich zudem ein Wink – an den sogenannten Transfermarkt. In Stuttgart verkompliziert sich die Situation für Mangala. Er ist unzufrieden. Schon im Endspurt der Vorsaison war er für Matarazzo plötzlich nur noch der zwölfte Mann im Kader. Mangala verlor seinen Stammplatz. Der 24-jährige Nationalspieler hat aber das WM-Turnier am Ende des Jahres im Blick und glaubt, über eine andere Vereinsmannschaft wie den VfB seine Position bei den Belgiern festigen zu können.
Nottingham Forest zeigt starkes Interesse an Mangala – und hat schon ein Angebot abgegeben. Elf Millionen Euro soll es nach einer Aufbesserung betragen. Zu wenig. Der VfB hat abgelehnt, da sich der Sportdirektor Sven Mislintat eine Ablösesumme in Höhe von rund 15 Millionen Euro vorstellt. Bei entsprechenden Boni und einer Weiterverkaufsbeteiligung könnte die Grundsumme für den Käufer auch etwas niedriger ausfallen. Verhandlungssache.
Nach Informationen unserer Redaktion buhlt jedoch nicht nur der Premier-League-Aufsteiger aus Nottingham um den variablen Mittelfeldspieler, sondern ebenso Crystal Palace und West Ham United. „Orel hat noch bis 2024 einen gültigen Vertrag beim VfB. Das respektieren wir voll und ganz“, sagt Mangalas Berater Mehmet Eser zur Lage seines Mandanten. Und nach wie vor verfügt der Mann mit der Rückennummer 23 beim VfB über die Qualität und die Chance, sich wieder einen Platz in der Startelf zu erkämpfen. „Orel hat es gegen Brentford ordentlich gemacht. Er hatte eine gute Ausstrahlung, um angespielt zu werden“, sagt Matarazzo. Doch bei Mangala stehen die Zeichen auf Abschied.