Die Nervosität bei der Belegschaft von BBS war groß: Das Unternehmen hatte eigentlich mitgeteilt, dass die Juni-Löhne am vergangenen Freitag ausgezahlt wurden. Doch am frühen Montagnachmittag meldeten mehrere Mitarbeiter, dass nach wie vor kein Geld auf ihr Konto geflossen sein. Das erneute Bangen um den Lohn war diesmal jedoch nur von kurzer Dauer.
Am Montag gab es wieder einmal Unruhe innerhalb der Belegschaft von BBS: Mehrere Mitarbeiter hatten Informationen unserer Redaktion zufolge auch am frühen Nachmittag noch immer nicht ihren Juni-Lohn erhalten – obwohl das Unternehmen am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte, dass die Gelder ausgezahlt wurden. Schnell machten Befürchtungen die Runde; auch intern soll Druck ausgeübt worden sein, wie unsere Redaktion ebenfalls erfuhr.
Die Frage, die sich den Mitarbeitern stellte: Geht das Drama nach dem wochenlangen Bangen um die Löhne für Mai und Juni weiter? Das Unternehmen beruhigte schnell: „Die Gehälter sind alle am Freitag überwiesen worden. Wenn sie heute bei einigen Mitarbeitenden noch nicht angekommen sein sollten, könnte dies am Zahlungsverkehr zwischen den Banken liegen. Eventuell kommen die Zahlungen heute im Laufe des Tages an, spätestens morgen sollten sie auf den Konten eingegangen sein“, teilt die zuständige PR-Agentur auf Anfrage unserer Redaktion mit.
Und tatsächlich: Kurze Zeit später ging das Geld bei den ersten Mitarbeitern ein – je nach Bank zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach den von großer Unsicherheit und Sorgen geprägten Wochen samt einer Kundgebung ist die Erleichterung innerhalb der Belegschaft nun groß.
Doch von Sorgenfreiheit kann nicht die Rede sein: So gibt es nach wie vor große Fragezeichen zur Zukunft des BBS-Werks in Herbolzheim, nicht zuletzt aufgrund der Übernahme einer Felgenfabrik in Werdohl. Die Mitarbeiter befürchten schon länger die Stilllegung, die Geschäftsführung vermeidet ein klares Bekenntnis zum Standort.