Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens der Tabakbranche hat laut Tarif Anspruch auf 600 Zigaretten im Monat – kostenfrei und steuerfrei. Foto: Christian Charisius/dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz verteidigt ein altes Steuerprivileg für 6000 Mitarbeiter in der Tabakindustrie. Warum sich die Regelung seit Jahrzehnten hartnäckig hält.

Brüssel - Wer in einer Zigarettenfabrik arbeitet, darf steuerfrei rauchen. Dieses Privileg wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt und sollte die Belegschaften in den Zigarettenfabriken davon abhalten, etwas mitgehen zu lassen. Die Details regelt der Tarifvertrag: 600 Zigaretten monatlich dürfen die Unternehmen der Branche steuerfrei an jeden Mitarbeiter abgeben. Die Zahl der zugeteilten Zigaretten, immerhin eine Schachtel am Tag, hat sich über die Jahre nicht verändert – dem Trend zum Nichtrauchen, Rauchverboten und Aufklärungskampagnen zum Trotz.

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