Wie wird in den kommenden Jahren das Schulgebäude der Nachbarschaftsgrundschule mit Lehrschwimmbecken und den beiden Pavillons in Schwenningen beheizt? Mit dieser Frage wird sich der Gemeinderat in Kürze befassen müssen.
Schwenningen - Grund für die Neuausrichtung ist die Kündigung des Wartungsvertrages für das Blockheizkraftwerk (BHKW) zum 10. Oktober 2022 durch die Firma Messerschmid Energiesysteme. Gleichzeitig habe die Firma der Gemeinde ein Angebot zur Installation eines neuen BHKW zum Bruttopreis von 65 704 Euro vorgelegt.
Hintergrund für die Kündigung dürfte die Alterung des bisherigen BHKW sein, mit deren Lebensende man jederzeit rechnen dürfte, erklärte Bürgermeisterin Roswitha Beck. Mit dem Blockheizkraftwerk wird in erster Linie das Schulgebäude und das Lehrschwimmbecken geheizt. Zusätzlich gibt es Solarmodule auf dem Schuldach. Das BHKW mit seinem leise ausgelegten Volkswagen-Motor leistete zehn Jahre lang zwischen fünf und 21 Kilowatt elektrisch, was thermisch einer Leistung von zwölf bis 46 Kilowatt entspricht.
Die Gaspreise sind enorm gestiegen
Diese Info erhielt der frühere Gemeinderat bei seiner Entscheidung zu Gunsten des BHKW in der Gemeinderatssitzung im Juni 2012 von Ingenieur Holzhauser. In den Sommerschulferien 2012 wurde die alte Ölheizung der Schule durch den Umbau zur Gasbrennwerttechnik in Verbindung mit einem BHKW ersetzt, und im Herbst 2012 ging die Technik erstmals in Betrieb.
Damals war der günstige Gaspreis für den Gemeinderat mitentscheidend. Der aktuell rasant steigende Gaspreis stellt die Gemeinde aber vor neue Tatsachen. Bürgermeisterin Roswitha Beck geht davon aus, dass die Diskussion um das Thema Schulheizung wieder von vorne beginnen wird. Sie forderte die Gemeinderäte auf, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Zusätzlich werde die Verwaltung ein Ingenieurbüro zu dieser Entscheidung kontaktieren. Es gelte zukunftsfähige Heizsysteme zu prüfen, ehe der Gemeinderat entscheiden wird.