Ein Bild vom September: Nach dem Überfall ermittelte die Kriminalpolizei. Foto: Günzel

Es war ein Raubüberfall am hellichten Tag: Zwei Männer bedrohten am 4. September vergangenen Jahres die Angestellte eines Oberndorfer Schuhgeschäfts mit einer Schusswaffe und flüchteten mit Bargeld. Jetzt steht der Prozess vor dem Landgericht bevor.

Oberndorf - Zwei Männer, 29 und 31 Jahre alt, zuletzt wohnhaft in Rottweil und Schramberg, sitzen ab Freitag, 9. April, wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit Freiheitsberaubung auf der Anklagebank des Landgerichts. Sie befinden sich seit Oktober in Untersuchungshaft.

Die beiden Angeklagten, ein Deutscher und ein Kasache, sollen sich laut Anklage bewaffnet in den Laden in der Oberstadt begeben, die Angestellte gefesselt und sie zur Herausgabe des Verstecks des Kassenschlüssels gezwungen haben. Mit erbeutetem Bargeld und anderen Wert-gegenständen hätten sie dann den Laden wieder verlassen.

Verdächtige erst Wochen später festgenommen

Einem Angeklagten wird darüber hinaus unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Dem anderen Angeklagten wird zudem unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, fahrlässiges Fahren ohne Fahrerlaubnis in Tateinheit mit fahrlässigem Gebrauch eins Fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung und vorsätzliches Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Die Polizei hatte unmittelbar nach der Tat von eine Beute in dreistelliger Höhe berichtet. Nach den Tätern war mittels einer Personenbeschreibung gesucht worden. Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei waren die beiden polizeibekannten Tatverdächtigen Mitte Oktober festgenommen worden.

Im Prozess vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts sollen 13 Zeugen sowie ein Sachverständiger zu Wort kommen. Nach dem Auftakt am 9. April um 9 Uhr sind Fortsetzungstermine am 27. April, sowie am 4., 5. und 11. Mai jeweils um 9 Uhr angesetzt.

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