Am Donnerstag, 3. Oktober, lädt der Calwer Gewerbeverein zum Feiertagsbummel- und -Shopping ein. Und die Organisatoren verkünden im Redaktionsgespräch auch gleich zwei wichtige Neuigkeiten.
Wie jedes Jahr ist am 3. Oktober – am Tag der Deutschen Einheit – Calwer Herbst angesagt. Und doch ist in diesem Jahr etwas anders, stellen Jürgen Ott und Nicolai Stotz, die beiden Vorsitzenden des Calwer Gewerbevereins, im Vorabgespräch mit unserer Redaktion fest.
Am Donnerstag, 3. Oktober, von 11 bis 17 Uhr, lädt der Gewerbeverein traditionell zum Flanieren in die Calwer Innenstadt ein. Zahlreiche Stände und Mitmachaktionen locken dann Besucher aus der Hermann-Hesse-Stadt und der gesamten Region – ebenso wie die Gastronomen und die von 12 bis 17 Uhr geöffneten Geschäfte.
Ohne Citymanagerin
Soweit so normal, anders ist jedoch, dass der Verein seit 2019 das erste Mal die Organisation alleine stemmen musste, so Stotz. „Wir waren verwöhnt die letzten Jahre mit Citymanagern“, sagt er. Die bisherige Citymanagerin, Johanna Klug gab zum 31. Juli die Stelle auf und machte sich als Projektmanagerin selbstständig. „Aber ich habe mich dahinter geklemmt und es hat mal wieder Spaß gemacht. Aber jetzt habe ich wieder gemerkt, wie zeitaufwendig die Orga ist“, so Stotz. Von Ott bekommt er dafür lobende Worte.
Fokus auf regionale Akteure
Die beiden Vorsitzenden haben die Gelegenheit genutzt, um den Calwer Herbst ein wenig anders zu gestalten, als es in der Vergangenheit der Fall war. Etwa wurden weniger Agenturen involviert und somit keine Anbieter ins Boot geholt, die nicht aus der Region seien.
„Wir setzten auf lokale Akteure, Vernetzung und Ehrenamtliche“, fasst es Stotz zusammen. Die Hüpfburg für die jungen Besucher etwa komme nicht mehr aus Bayern über eine Agentur sonder in diesem Jahr aus Wildberg, erläutert Ott ein Beispiel. Für Unterhaltung sorgten ebenfalls lokale Künstler, so Stotz. Die Calwer Luftakrobatin Samara Banikov und ihre Schüler zeigen vor Ort, was sie drauf haben und in der Kulturapotheke zeigt Jan Walter, ebenfalls ein Calwer, in seiner Vernissage „Schwarzwald Pop-Art“.
In der gesamten Innenstadt
Vom unteren Ledereck, über die Lederstraße, den Sparkassenplatz, den Markt bis hoch zur Altburger Straße erwarten Besucher ein buntes Treiben. Dabei gebe es ein großes kulinarisches Angebot, „fast wie bei einem Streetfood-Festival“, so Stotz. Auch die Holzbronner Backfrauen sind natürlich mit Zwetschgen- und Zwiebelkuchen dabei. Daneben gibt es außerdem Stände mit Kunsthandwerk, Gewürzen oder Haushaltwaren.
Wer Action braucht, für den gibt es Mitmachangebote. Auf dem Unteren Ledereck kann man sich an einem Bagger probieren, auf dem Markt Kürbisse schnitzen oder einen Fahrrad-Parcours ausprobieren.
Für Oldtimerfans gibt es gleich zwei Freilichtausstellungen zu besuchen: Die VW-Käfer des Käfer-Club Ostelsheim sowie die historischen Gefährte des Motorrad-Veteranen-Club Stammheim.
Auch zwei Flohmärkte sind traditionell wieder dabei. Einer von und für Kinder auf der Altburger Straße und auf dem Hesseplatz wird es einen Antikflohmarkt geben. Dieser Markt sei immer sehr beliebt, erzählt Ott etwas ungläubig. Er wundere sich immer wieder, was dort alles zu haben sei und was auch alles gekauft wird.
Sogleich erinnert er sich an eine für solche Märkte typische Szene: Einen Mann der mit einem riesigen Spiegel im Arm zum Parkhaus lief. „Den hat man dann doppelt gesehen“, scherzt Stotz.
Nur in Calw
Was die beiden besonders freue? „Dass der 3. Oktober der Stadt Calw gehört“, so Ott. Anders als beim Calwer Frühling mit verkaufsoffenen Sonntag, gebe es zum Calwer Herbst mit verkaufsoffenen Feiertag keine Parallelveranstaltungen in Nachbargemeinden.
Und so hoffe er auch auf Besuch „von außerhalb“. Wobei der 3. Oktober vielleicht in diesem Jahr nicht so günstig falle, da er an einem Donnerstag ist und damit vielleicht einige Leute am folgenden Brückentag frei hätte und wegfahren, vermutet Ott. Ein weiteres Thema ist wie jedes Jahr das Wetter. Spielt es mit? „Wir sind zuversichtlich“, sagt er. Und sollte es regnen, gebe es ja auch genügend Geschäfte und Gastronomien, die man besuchen könne, spricht aus Stotz der Gewerbevereinsvorsitzende.
Neue Citymanagerin
Er und Ott teilen im Gespräch mit unserer Redaktion übrigens noch mit, dass der kommende Calwer Frühling dann wieder von einer Citymanagerin organisiert werde. Diese werde ab Januar 2025 ihre Arbeit aufnehmen. Bald würde der Gewerbeverein auch verkünden, um wen es sich dabei handle, jedoch erst im Oktober so Stotz.
Und dann hat Stotz noch einen Tipp für die Anreise: Wer sein Auto zuhause stehen lassen möchte, könnte ja auch den kostenfreien deer-Innenstadt-Shuttle nutzen, findet er. Und bei der Gelegenheit könnte man auch gleich beim Mobilitätszentrum, das ebenfalls am 3. Oktober im ZOB neu eröffnet vorbei schauen, so Stotz.