Ortstermin auf Lichtenbol: Das Bild zeigt (von links) Louis, Jan, Felix und Frank Löffler mit Albstadts Wirtschaftsförderer Andreas Hödl. Foto: Kistner

Noch ist die Firma Löffler Bau in Margrethausen zu Hause, doch jetzt eröffnet sich ihr die Möglichkeit zur Expansion auf dem Tailfinger Lichtenbol. Das Land hilft mit.

Albstadt-Margrethausen/-Tailfingen - Seit acht Jahren ist die Firma Löffler Bau in der Margrethausener Dorfstraße ansässig, also unmittelbar an der Ortsdurchfahrt. Für ein Ladengeschäft ist Zentralität eine schöne Sache, aber eine erfolgreiche Baufirma bekommt auch ihre Nachteile zu spüren: Lärm lässt sich in einem Baugeschäft nun mal ebenso wenig vermeiden wie das Rangieren von Baufahrzeugen oder großen Maschinen, doch stößt man damit in einem Quartier, das als Mischgebiet ausgewiesen ist, irgendwann an Grenzen. Sogar buchstäblich, sobald man über Expansion nachdenkt.

 

Raumnot ist kein Thema mehr

Und das tut man bei Löffler Bau. Schon seit längerem hatten Geschäftsführerin Sylvia Löffler und ihr Mann Frank, der sich für die Betriebsleitung verantwortlich zeichnet, nach einer Alternative für die Margrethausener Ortsmitte Ausschau gehalten. Mit Hilfe von Andreas Hödl, dem Wirtschaftsförderer der Stadt Albstadt, sind sie jetzt auf dem Tailfinger Lichtenbol fündig geworden, und zwar kurz vor Torschluss: Ein etwa 50 Ar großes Grundstück war am südlichen Ende der Straße "Auf Lichtenbol" noch zu haben; das hat sich Löffler nun gesichert. Geplant ist ein 30 langes und 25 Meter breites zweigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von etwa 700 Quadratmetern – genug, um Büro, Sozialräume, Werkstatthalle und Kaltlagerbereich unterzubringen. Raumnot wird kein Thema mehr sein – und Lärm am Rande des Gewerbegebiets auch nicht.

Frühjahr 2023 wird angepeilt

Freilich will so ein Projekt auch finanziert sein – auch dabei hat Andreas Hödl Schützenhilfe geleistet, und zwar keine kleine, wie Frank Löffler betont. Mit seiner Hilfe haben die Löfflers Förderung aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) beantragt und prompt bewilligt bekommen – zehn Prozent der Investitionssumme deckt sie ab. Das ist zwar noch kein gemachtes Bett, aber doch mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Nächster Schritt wird der Bauantrag sein; wenn alles nach Plan läuft, könnte der Rohbau noch in diesem Jahr erstellt und das neue Domizil im Frühjahr 2023 bezogen werden.

Für Frank und Sylvia Löffler geht damit ein großer Wunsch in Erfüllung: Sie und die drei Söhne Felix, Jan und Louis, die bereits eigenverantwortlich im Unternehmen – einem Familienbetrieb, wie er im Buch steht – tätig sind, ziehen den Standort Albstädter anderen Optionen in der näheren und ferneren Umgebung allemal vor. Sie sind Albstädter und wollen es bleiben.