Aline Frommer und Marc Winterhalder singen im Duo „Kannst du Knödel kochen“. Das ist nur einer der vielen Auftritte bei der großen Blasmusikgala in Bräunlingen. Foto: Dagobert Maier

Große Blasmusikgala in Bräunlingen kommt an. Winterhalder und Schick begeisterten Publikum.

Stilvolle und hochklassige, vom Egerländer-Sound geprägte Blasmusik der Extraklasse, auch mit stimmungsvollem und konzertantem Charakter und etlichen Soli, gab es bei der großen Blasmusikgala 2025. „Vom Kleinsten und vom Feinsten“ lautete das Motto für zahlreiche Blasmusikfans.

 

Marc Winterhalder und seine Musikanten sowie Berthold Schick und seine Allgäuer setzten mit ihrem Programm ein musikalisches Ausrufezeichen, das alle Besucher, nicht nur die zuhörenden Musiker, in der Stadthalle begeisterte.

Es war ein viereinhalbstündiges Fest für Freunde der Blasmusik. Mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“ und „Wir Freunde feiern böhmisch“ fand Marc Winterhalder schon nach zwei Stücken einen sehr guten musikalischen Bezug zum Publikum in der auch mit vielen aktiven Musikern voll besetzten Stadthalle. Thorsten Halder führte gekonnt, auch mit einigen lustigen Schulgeschichten und Witzen, durch das Winterhalder-Programm.

Andi Abler mit dem ersten Trompetersolo zeigte die musikalische Qualität der Formation auf, wie auch beim „Lausbub“, bei dem Markus Merz ein Solo spielte. Dass die Musikanten auch mit einem Alphorn gut umgehen können, zeigte Karl Haupt den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Stimmgewaltige Aline Frommer

Das Duo Aline Frommer und Marc Winterhalder präsentierte „Kannst du Knödel kochen“, und die stimmgewaltige Aline sang „Simply the Best“ aus dem Musical Elisabeth. Der Klassiker „Blasmusik schafft Freunde“ fand ebenso viel Applaus wie Andreas Dietrich mit seinem Klarinettensolo, wobei er sehr viel Fingerfertigkeit bewies. Zugaben, darunter die Löffelpolka, schlossen einen grandiosen, über zwei Stunden dauernden Auftritt von Marc Winterhalder mit seiner musikalischen Gruppe in der vollbesetzten Stadthalle ab.

„Einige Märsche und auch der Walzer ‚Rosen im Wind‘ waren nicht einfach vorzutragen, doch es ist uns sehr gut gelungen, diese Stücke zu spielen“, meinte Kapellmeister Marc Winterhalder. Er dirigierte auch einige selbst komponierte Stücke. Dass das Publikum sehr gut mitmachte, habe ihn sehr gefreut, denn dies sei ein gutes Indiz dafür gewesen, dass die Musik gut ankommt.

Böhmische Musik

„Blasmusik vom Kleinsten“ stand im Mittelpunkt der sieben Mann starken Formation „Berthold Schick und seine Allgäu 6“ im zweiten Teil des Abends. Böhmische Musik und Egerländer Erinnerungen prägten bei einigen Soli und im Duo den zwei Stunden dauernden Auftritt. Mit dem Trompetensolo von Franz Tradler, der auch einige urbayerische Anekdoten erzählte, fand der Abend zu Beginn bereits seinen ersten Höhepunkt. Eines der ersten Stücke von Ernst Mosch mit dem Namen „Rauschend Birken“ folgte, bevor Berthold Schick bewies, dass er auch gut das Alphorn blasen kann.

Bei einem Schlagzeugsolo bewies Markus Maier gutes Rhythmusgefühl, und abgerundet wurde der Abend schließlich von Bert Kaempfert mit „African Beat“ sowie „Stranger in the Night“.

Die Musiker

Kapellmeister
Marc Winterhalder hatte mit seiner 20-köpfigen Formation Musikanten aus ganz Baden-Württemberg zu einem Orchester ganz im Egerländer Stil geformt. Mit einem Pool von herausragenden Musikanten konnte er ein erstklassiges Blasmusikprogramm auf die Beine stellen. Das Hauptaugenmerk der Kapelle liegt auf den über 15 eigenen Kompositionen von Winterhalder. Bei Berthold Schick und seine Allgäuer handelt es sich um Musiker, die bisher in vielen Bereichen der Musik tätig waren, vom klassischen Sinfonieorchester bis hin zur Rock- und Popmusik.