Ein arbeitsreicher Vormittag für die Feuerwehr: Noch vor Mittag mussten die Einsatzkräfte gleich dreimal ausrücken.
Aller guten Dinge sind drei? In diesem Fall wohl eher nicht. Es war noch nicht einmal Mittag, als die Feuerwehr zu ihrem dritten Einsatz alarmiert wurde. Bereits am Vormittag, gegen 9.55 Uhr, ging laut Carmela Rinaldo, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim, die erste Alarmierung ein.
Baustaub statt Flammen
In der Calwer Lederstraße gegenüber des Drogeriemarkts Richtung Marktbrücke wurde ein Brandalarm gemeldet. Bei Eintreffen der Feuerwehr, die mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften anrückte, war laut Rinaldo weder Rauch noch Flammen zu sehen.
Schnell sei festgestellt worden, dass es sich nicht um einen Brand gehandelt hat, sondern vermutlich um Baustaub, der die Rauchmeldeanlage in Gang setzte. Bereits um 10.15 Uhr war der Einsatz beendet. Erst vor wenigen Wochen war dies schon einmal der Fall gewesen und fünf Einsatzfahrzeuge rückten zur ehemaligen SRH Hochschule aus.
Großbrand in Simmozheim
Gegen 10.05 Uhr dann die Alarmierung zu einem Brand auf dem Gelände eines Abfallwirtschaftsbetriebs in der Simmozheimer Talstraße.
Gasgeruch gemeldet
Um 11.07 Uhr wurde die Feuerwehr ein drittes Mal alarmiert – mit dem Stichwort „Gasgeruch in Firma“, wie Einsatzleiter Steffen Kuhn im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet.
Knapp fünf Minuten nach Alarmierung sei die Feuerwehr vor Ort in der Leibnizstraße der Kimmichwiesen gewesen.
Beim Unternehmen Würth hatten Mitarbeiter Gasgeruch gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten laut Kuhn bereits alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen und hätten richtigerweise Tür und Tor offen gelassen, um quer zu lüften. Die Polizei sei bereits vor Ort gewesen. Im Gebäude habe die Feuerwehr keinen Gasgeruch mehr wahrnehmen können.
Kein Gas im Gebäude ausgetreten
Die Feuerwehr habe dann den Gashauptschieber zugemacht und auf den Gasnetz-Betreiber, die NetzeBW, gewartet. Dieser habe dann den Zähler abmontiert und Gasmessungen vorgenommen. Innen konnte weder Undichtigkeit festgestellt werden, noch schlugen die Messgeräte aus. Daher war für die Feuerwehr die Gefahrenlage geklärt und das Gebäude konnte wieder freigegeben werden, erklärt Kuhn.
Nach Abfahrt der Feuerwehr war noch ein Mitarbeiter der NetzeBW vor Ort, um den Außenbereich auf Gas zu überprüfen. Der Mitarbeiter bestätigte, dass im Haus keine Gefahr besteht. Zu dem Zeitpunkt wurde noch nach der Ursache gesucht.
Mit sechs Fahrzeugen vor Ort
Insgesamt sechs Feuerwehrfahrzeuge waren vor Ort. Der Kommandowagen kam dabei direkt vom Einsatz in Simmozheim. Darüber hinaus rückten zwei Löschfahrzeuge der Abteilung Stammheim, ein weiteres der Abteilung Calw sowie Drehleiter und Einsatzleitwagen der Abteilung Calw aus.