In der Calwer Biergasse waren sechs Leute mit Kamera, Mikrofon, Gewand und einem Korb voller Hefezopf unterwegs. Was steckte dahinter? Wir fragen nach.
Die Calwer Innenstadt ist für ihre Fachwerkhäuser weit bekannt. Diese Kulisse zieht auch sechs junge Leute der Liebenzeller Mission in die Hesse-Stadt.
Mit dabei haben sie einiges an Equipment – Licht, einen großen Reflektor und Kamera sowie Mikrofon. Alles für den perfekten Dreh – denn: Sie verfilmen die Weihnachtsgeschichte. Und das nicht irgendwie, sondern auf Schwäbisch.
Marco Schoradt, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL), erklärt, dass von der Liebenzeller Mission in jedem Jahr Weihnachtsvideos gedreht werden. Im vergangenen Jahr habe man beispielsweise ein Weihnachtslied in der Küche performt und aufgenommen – so ähnlich wie das auch in einer Szene aus dem Film „High School Musical 2“ der Fall war. Bei den Projekten seien oft auch Studenten der Hochschule involviert – so auch in diesem Jahr, weiß Schoradt.
Am dritten Advent soll das diesjährige Video erscheinen. Dafür ist die Gruppe der Liebenzeller Mission bereits jetzt unterwegs und dreht die einzelnen Szenen der Weihnachtsgeschichte. In Calw, genauer in der Biergasse, wurde am Freitag die Szene gedreht, in der der Engel Maria die Geburt des Kindes ankündigt.
Da bei dieser Umsetzung der Weihnachtsgeschichte auch die schwäbische Kultur im Vordergrund steht, boten sich die Calwer Fachwerkhäuser gut als Kulisse an. Auch deshalb wurde unter der goldenen Brezel, die an einem Haus der Gasse hängt, gedreht.
Noch am selben Abend sollte auch in Ottenbronn gedreht werden. Dort werde dann die Stallszene aufgenommen, berichtet Schoradt.
Das Konzept der Weihnachtsgeschichte auf Schwäbisch
Aufbau der Weihnachtsgeschichte wird letztlich sein, dass ein Großvater seinen Enkeln die Weihnachtsgeschichte auf Schwäbisch nacherzählt. Dazu werden dann die aufgenommenen Szenen gezeigt – selbstverständlich werden auch die Protagonisten schwäbisch sprechen.