Nach aufwendigem Umbau und mit Unterstützung der Städtebauförderung hat die Bäckerei Wöhrle ihre Türen wieder geöffnet.
Die bunten Luftballons verkünden es von Weitem: Der Dorfbeck in der Hornberger Hauptstraße ist eröffnet. Der Auftakt am Donnerstag erlebte einen großen Ansturm. Bevor sich die Türen für die Kundschaft öffneten, durchschnitten Bürgermeister Marc Winzer und „Dorfbeck“ Karl-Heinz Wöhrle symbolisch das rote Band.
„Ihr Engagement ist ein großer Gewinn für die Stadt,“ dankte Winzer der Familie für das klare Bekenntnis zu Hornberg und den Mut dazu, diesen Schritt zu gehen. Die Bäckerei sei unverzichtbarer Teil der Stadtgemeinschaft, ein Ort von täglichem Genuss und außerdem mit dem Café ein sozialer Treffpunkt in der Stadt. Die große Verbundenheit mit Hornberg ist laut Winzer sichtbar von der Inneneinrichtung über die Speisekarte bis hin zu den Namen der Backwaren.
Bürgermeister wünschte weiterhin viel Erfolg
Dank der Städtebauförderung wurde der umfassende Umbau mit einem Betrag von insgesamt 68 250 Euro unterstützt, wovon 45 500 Euro an den Pächter und 22 750 Euro an die Eigentümer des Gebäudes gingen. Sechzig Prozent der Summe trägt das Land, vierzig Prozent die Stadt, wie der Bürgermeister erklärte.
Winzer gratulierte der Dorfbeckfamilie zum gelungenen Ergebnis auch im Namen des Gemeinderates und wünschte weiterhin viel Erfolg: „Auf dass stets der Ofen brummt.“ Bereits eingangs hatte Karl-Heinz Wöhrle in seinem Willkommensgruß einen kleinen Rückblick auf die 30-jährige Verbundenheit von Dorfbeck und Hornberg gehalten. Ein halbes Jahr vor seiner Übernahme des Betriebs habe der Vater 1995 eine Filiale in Hornberg gegründet. Diese wurde jedoch aufgrund der ungünstigen Verkehrslage fünf Jahre später aufgegeben und die Filiale in die ehemalige Drogerie Sachse umgesiedelt.
Wöhrle dankte allen beteiligten Handwerkern
„Die Entscheidung, das Geschäft in Hornberg zu halten, war eine Entscheidung der Familie,“ betonte Wöhrle. Ohne den eindeutigen Rückhalt von Ehefrau Elke und den Söhnen Philipp und Dominik wäre das strapaziöse vergangene Jahr nicht zu bewältigen gewesen. Gemeinsam beschlossen sie auch unter dem Aspekt, die Stadt zu beleben, ein Zeichen zu setzen.
Wichtige Vorbedingungen war die Entscheidung Dominiks, die Nachfolge von Vater Karl-Heinz anzutreten und die gute Kommunikation mit der Stadt. In die Hände spielte zudem, dass die Eigentümer des Gebäudes, Klaus Schweiger und Bet Mounivong, bei einem Besuch des Dorfbecks anfragten, ob Interesse an einer Pacht besteht. Beide Parteien wurden sich einig und investierten in die Neugestaltung. Die Umsetzung gelang mit der hervorragenden Arbeit aller beteiligten Handwerker, wie Wöhrle betonte: „Auf unsere Vorstellungen, eine heimatliche Wärme mit viel Holzoptik zu schaffen, wurde in vollem Umfang eingegangen.“ Sein besonderer Dank galt der Firma Walter Objekteinrichtungen für die planerische Gestaltung.
Noch ehe die letzten Dankesworte verklungen waren, nahmen die ersten Gäste im Café Platz und das Dorfbeck-Team hatte alle Hände voll zu tun, der Kundschaft alle Wünsche zu erfüllen. Gerne wurde zugegriffen auf die kleinen Leckereien und einen guten Tropfen, zu dem der Dorfbeck zur Feier des Tages eingeladen hatte.
25 Jahre beim Dorfbeck
Eine besondere Freude war es für Karl-Heinz Wöhrle, die langjährige Mitarbeiterin Annerose Hund für 25-jährige Treue zum Dorfbeck-Team zu ehren. „Ich bin stolz darauf, dass du heute noch dabei bist,“ würdigte er ihren Einsatz. Sie ist mittlerweile Rentnerin. An einem Tag in der Woche unterstützt sie das Team immer noch tatkräftig.