Der SC Freiburg geht gegen den SV Darmstadt 98 als Favorit ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Für Julian Schuster jedoch kein Grund, den Fokus in die Zukunft zu richten.
Wer schon einmal im DFB-Pokalfinale in Berlin stand, kennt die besondere Atmosphäre dieses Abends. Auch all diejenigen, die im Mai 2022 mit dem SC Freiburg in der Hauptstadt waren, denken bis heute an das Erlebnis zurück – auch wenn am Ende RB Leipzig den Pokal in den Berliner Nachthimmel recken durfte.
Seitdem versuchen die Freiburger, ihren Finaleinzug zu wiederholen. Im Jahr darauf scheiterten sie im Halbfinale – wieder gegen Leipzig. Danach war jedoch zweimal früh Schluss, jeweils gegen einen unterklassigen Gegner. Mit dem SV Darmstadt 98 wartet am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) im DFB-Pokal-Achtelfinale erneut ein Team aus dem Unterhaus – und wieder sind die Freiburger der Favorit.
Das weiß man natürlich auch im Europa-Park-Stadion. „Man weiß es ja, jeder sieht uns als Favorit. Aber Darmstadt wird sich sicherlich auch darauf freuen, dass sie der Underdog sind und sie auf uns losgehen können“, sagte Vincenzo Grifo nach dem überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen erschreckend schwache Mainzer am Sonntagabend.
Vincenzo Grifo loben den Gegner
Dass es auch gegen Darmstadt so einfach wird, daran dürfte wohl kaum jemand in Freiburg ernsthaft glauben. „Die Darmstädter spielen einen guten Fußball, darauf müssen wir vorbereitet sein“, bestätigte Grifo.
Manzambi hofft aufs Finale in Berlin – Schuster hat nur Darmstadt im Kopf
Und doch äußerten sich die Spieler am Sonntagabend auch durchaus selbstbewusst. „Natürlich hoffe ich, dass wir nach Berlin fahren können“, sagte Johan Manzambi, der derzeit in bestechender Form ist und auch am Mittwoch in der Startelf erwartet wird.
Sein Trainer Julian Schuster wollte am Dienstagmittag noch nicht so weit nach vorne schauen. Selbst mit dem Bundesliga-Spiel in Heidenheim am Samstagnachmittag habe er sich noch „nicht im Detail“ beschäftigt, der volle Fokus gelte zunächst dem Heimspiel gegen Darmstadt. Und auch das Pokalfinale in Berlin ist daher natürlich noch kein Thema für den 40-Jährigen: „Wir haben genügend Jungs im Kader, die dieses große Spiel in Berlin schon spielen durften. Es wäre aber vermessen, drei Runden weiterzudenken“, sagte der SC-Coach. Klar sei jedoch, dass man nicht im Pokal antrete, um vorzeitig auszuscheiden.
Florian Müller steht gegen Darmstadt im SC-Tor
Wie schon Grifo warnte auch Schuster vor einem starken Gegner, der in der zweiten Bundesliga als Fünfter voll mitmischt im Kampf um die Aufstiegsplätze. „Uns erwartet ein Gegner, der viel Selbstbewusstsein mitbringt“, so der SC-Trainer, dessen Ziel es ist, „bestmöglich vorbereitet zu sein“.
Personell hat er dabei wie schon in den vergangenen Wochen die Qual der Wahl, nur Jordy Makengo und Eren Dinkci sind am Mittwoch noch keine Option. Bei aller offenen Fragen rund um die Aufstellung, ist eine Position bereits klar: Florian Müller wird, wie schon in der zweiten Runde gegen Düsseldorf, im Tor des SC Freiburg stehen.