Sprayer haben sich an diesem Blitzer ausgetobt. Foto: Salome Menzler

Blitzeranhänger sind kein beliebter Anblick – und werden immer wieder das Ziel von Vandalismus, so wie diese Woche in Wildberg. Wir haben nachgefragt.

Wer Anfang der Woche vom Wächtersberg Richtung Wildberg fuhr, bemerkte es: Den Blitzeranhänger am Straßenrand. Allerdings konnte der nicht mehr blitzen. Vandalen hatten ihn mit Farbe besprüht, die Linse komplett rot übermalt. An den Seiten dazu einige obszöne Zeichnungen und Worte.

 

Aufgestellt worden war der Anhänger am Donnerstag, wie viele Fotos er von Verkehrssündern schießen konnte? Das ist noch nicht bekannt. „Wie viele Fotos bis zum Zeitpunkt des Vandalismus gemacht wurden, können wir noch nicht sagen – dazu müssen die Messdaten am Schluss des Messzeitraumes ausgelesen und ausgewertet werden“, heißt es vom Landratsamt, das für den Blitzer in Wildberg verantwortlich zeichnet.

Schmierereien sind bei der Behörde nicht fremd

Nun würden die Mitarbeiter erst einmal versuchen, den Anhänger „soweit zu reinigen, dass wieder eine ordnungsgemäße Messung möglich ist.“ Und: „Sollte die,Scheibe’, hinter der die Kamera sitzt, beschädigt oder eine Reinigung nicht möglich sein, muss ein entsprechendes Ersatzteil beschafft werden.“

Fremd sind solche Schmierereien den Zuständigen im Landratsamt nicht. „Ein solcher Vandalismus kommt häufig vor – es ist jedoch von Messstelle zu Messstelle sehr unterschiedlich“, erklärt das Landratsamt. Üblicherweise erfahre man davon durch Polizei, Gemeinden oder Anwohner. Bei Beschädigungen oder starken Verunreinigungen würde auch die Polizei eingeschaltet.

Für die Reinigung wird nun Arbeitszeit der Mitarbeiter aufgewendet, außerdem muss etwa der Reiniger bezahlt werden. Auf einen genauen Betrag, was die Reinigung kosten wird, wollte sich das Landratsamt auf Nachfrage nicht festlegen. Fest steht nur: Die Kosten trägt das Landratsamt – und damit die Allgemeinheit.