Der Lahrer Rat hat die Gründung der Energie- und Wärmewendegesellschaft beschlossen. Mit im Boot sind die Stadt, die Badenova und das E-Werk.
Die Stadt will bis 2040 eine klimaneutrale Kommune werden. Diesem Ziel ist sie seit Montagabend ein Stück weiter. Der Gemeinderat hat die Gründung der Energie- und Wärmewendegesellschaft (EWWG) gemeinsam mit dem E-Werk Mittelbaden und der Firma Badenova-Wärmeplus beschlossen.Die Stadt Lahr hält 51 Prozent, das E-Werk und die Badenova-Wärmeplus jeweils 24,5 Prozent.
Das Vorhaben ist kein neues. Bereits im August 2024 haben Vertreter der Projektpartner eine Absichtserklärung unterzeichnet. Bis zur Gründung hat es nun fast eineinhalb Jahre gedauert. „ Es war ein langer Weg, es gab immer wieder Abstimmungsbedarf“, kommentierte OB Markus Ibert.
Mithilfe der Energie- und Wärmewendegesellschaft sollen in Lahr Projekte zur Erzeugung, Verteilung und Speicherung von Wärme und Strom entwickelt und umgesetzt werden.
Neue Windräder und PV-Anlagen sind geplant
Dazu zählen etwa die zwei geplanten Windräder, die den Windrad Kempfenbühl auf dem Langenhard ergänzen sollen, und das geplante Windrad auf dem „Detschel“ bei Schmieheim. Die Installation von PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden soll künftig über die EWWG erfolgen. Auch das Fernwärmenetz – aktuell laufen die Ausbauarbeiten gut sichtbar in der Stadt – könnte mit der EWWG noch erweitert werden. Auf diese Weise wollen die Partner den Energieverbrauch für die Bürger sowie für Industrie und Gewerbe nachhaltiger gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren.
Die Lahrer können, wenn sie möchten, zusätzlich in anderer Weise profitieren – nämlich finanziell. Wie Ibert erläuterte, wolle man sich „für Bürgerbeteiligung in verschiedenen Bereichen“ öffnen. „Das ist ausdrücklich gewollt und möglich.“ Ein positives Beispiel für eine solche Bürgerbeteiligung in der Region ist die Bürgerenergiegenossenschaft Ettenheim. Dieser gehört zum Beispiel eins der drei neuen Windräder auf dem Schnürbuck.