Jana Fischer hat sich fest vorgenommen, bei der WM in Schweden unter die besten 16 Fahrerinnen zu kommen.Foto: Eibner Foto: Eibner

Snowboard: Snowboarcrosserin aus Bräunlingen hat erstes Ziel erreicht und darf bei WM in Schweden um Medaillen kämpfen. 

Für Snowboardcrosserin Jana Fischer stehen in dieser Woche die Weltmeisterschaften in Schweden an. Die 21-Jährige will bei ihrer zweiten WM-Teilnahme für Furore sorgen. Sie hat sich für das Finale qualifiziert – sieht aber noch Luft nach oben.

31. Januar 2019, Park City im US-Bundesstaat Utah. Am ersten Tag der 13. FIS Snowboard-Weltmeisterschaften steht in der Disziplin Snowboardcross die Qualifikation der Frauen an. Mit dabei: die 19-jährige Jana Fischer. Für die junge Frau vom SC Löffingen ist es die erste WM-Teilnahme. Sie läuft auf Rang 17 und verpasst damit den Final-Wettbewerb denkbar knapp. Am nächsten Tag kann sie also nur zusehen, wie die Tschechin Eva Samkova sich zur Weltmeisterin kürt und Fischers Teamkollegin Hanna Ihedioha auf Rang 12 landet.

Guter erster Lauf verhilft zu Rang 16 in der Quali

Dieses Mal lief es anders. In dieser Woche – zwei Jahre nach ihrer ersten WM in Park City – hat Jana Fischer erneut die Chance, bei einer WM an den Start zu gehen. Die inzwischen 21-Jährige Bräunlingerin misst sich im schwedischen Idre Fjäll mit den Besten der Welt. Schon jetzt hat sie ihren persönlichen WM-Rekord geknackt, denn nach den beiden Qualifikationsläufen am Dienstag steht fest: Sie wird im Finale am Donnerstag mit dabei sein.

"Ich bin sehr glücklich, im Finale am Donnerstag dabei zu sein. Das war vor der WM mein großes Ziel und das habe ich jetzt erreicht", freute sich Fischer am Dienstagmittag nach dem Rennen. Sie zeigte sich allerdings auch selbstkritisch: "Mit dem ersten Lauf bin ich sehr zufrieden, im zweiten wäre aber definitiv mehr drin gewesen. Ich wollte mich unbedingt noch verbesser, wollte dann aber wahrscheinlich zu viel. Ich habe den Start nicht richtig erwischt und das hat sich dann bis nach unten durchgezogen." Umso glücklicher sei sie jedoch, dass es am Ende noch zu Rang 16 – und damit einem Startplatz für die Final-Läufe am Freitag (12 Uhr) – gereicht hat.

Eine WM ist für jeden Sportler ein ganz besonderes Event,  ...  oder? "Naja, das Starterfeld ist im Prinzip das selbe wie in den meisten Weltcups auch. Also von der Konkurrenz her ist es eigentlich nichts außergewöhnliches. Aber eine WM ist natürlich schon etwas Besonderes. Irgendwo zwischen Weltcup und Olympia liegt von der Bedeutung her die WM für mich. Ich freue mich riesig auf das Event und bin sehr gespannt, was ich in Schweden erreichen kann", erzählte Fischer vor der Abreise nach Idre Fjäll.

Für die 21-Jährige und ihre Teamkollegen ging es bereits am Freitag nach Stockholm und dann am Samstagmittag weiter ins Skigebiet Idre Fjäll. "Am Montag stand das erste offizielle Training auf der WM-Strecke an", erzählt Fischer. Die Vorbereitung auf das Großevent läuft für das deutsche Team aber natürlich schon länger, wie die Junioren-Weltmeisterin von 2019 berichtet: "Nach dem letzten Weltcup (Chiesa in Valmalenco, Anm. d. Red.) sind wir noch ein paar Tage in Italien geblieben, um gezielt zu trainieren. Danach haben unsere Trainer für uns im Allgäu eine coole Strecke aufgebaut, auf der wir trainieren konnten."

"Ein Platz im Halbfinale wäre schon echt cool"

Jana Fischer fühlte sich vor der Abreise nach Schweden "richtig gut" und hatte bei der WM viel vor. "Ich will definitiv besser abschneiden als vor zwei Jahren in den USA. Ich will unbedingt in der Qualifikation unter die besten 16 kommen und dann in den Final-Rennen schauen, wie weit es gehen kann. Ein Platz im Halbfinale wäre schon echt cool", sagte Fischer in der vergangenen Woche.

Den ersten Teil dieser Zielsetzung hat sie nun also erfüllt – wie sieht es mit dem zweiten aus? "Ein großer Vorteil ist natürlich, dass ich jetzt die Strecke schon besser kenne und genauer weiß, was auf mich zukommt. Aber das geht natürlich allen Starterinnen so. Der Einzug ins Halbfinale ist weiterhin mein Wunsch. Ich werde alles geben und dann am Ende mal schauen, wie weit ich nach vorne kommen kann."

Einen Startplatz im Mixed-Rennen am Freitag hat die 21-Jährige übrigens bereits sicher. Fischer reiste als einzige Skicross-Dame mit der deutschen Auswahl nach Idre Fjäll und wird mit dem am besten platzierten Starter der Herren im Team um Medaillen kämpfen. "Darüber habe ich mir aber ehrlich gesagt noch keine großen Gedanken gemacht. Unser Fokus liegt erstmal auf dein Einzel-Wettkämpfen und dann schauen wir weiter, was im Mixed drin ist."

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