Intensiv haben die Ermittlungsbehörden den schlimmen Missbrauchsverdacht gegen einen ehemaligen Fahrer der Malteser in Villingen untersucht. So geht es nun weiter. Foto: Marc Eich

Intensiv haben die Ermittlungsbehörden den schlimmen Missbrauchsverdacht gegen einen ehemaligen Fahrer der Malteser in Villingen untersucht. So geht es nun weiter.

Was ist dran an den schlimmen Vorwürfen, dass sich ein ehemaliger Fahrer der Malteser an einem Kind mit Behinderungen vergangen hat? Dieser Verdacht ist im vergangenen November öffentlich geworden.

 

Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen daraufhin Ermittlungen gegen einen Mann auf, der in der Doppelstadt zudem einige Jahre als Vereinstrainer tätig war. Die Vorwürfe sorgten dafür, dass der Beschuldigte unverzüglich von der Hilfsorganisation gekündigt wurde.

Der Verein verfügte – obwohl seine Trainertätigkeiten nicht im Zusammenhang mit den Vorwürfen stehen – ein Ausübungsverbot. Auch ein Beifahrer, der bei den möglichen Übergriffen dabei gewesen sein soll, ist nicht mehr für die Malteser tätig.

Die Staatsanwaltschaft machte bei regelmäßigen Anfragen unserer Redaktion deutlich: Die Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen gestalten sich schwierig und damit auch langwierig. Aufgrund des schwerwiegenden Verdachts hielt man sich mit weitreichenden Informationen – auch zur Identität des Beschuldigten – zurück.

Keine weiteren Opfer

Die Behörden informierten lediglich: Der Verdacht, dass es möglicherweise weitere Opfer gibt, hat sich im Rahmen der Ermittlungen nicht bestätigt. Und diese sind nun auch beendet, erklärt Oberstaatsanwalt Markus Wagner.

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil lässt jedoch noch offen, was die Untersuchungen ergeben haben. Bis Ende August haben seinen Angaben zufolge Verfahrensbeteiligte noch die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Anschließend entscheidet der zuständige Dezernent über den Verfahrensabschluss.

Heißt: Erst danach wird darüber entschieden, ob gegen den Mann öffentlich Anklage erhoben wird oder die Behörden das Verfahren einstellen. „Eine Prognose dazu kann ich natürlich nicht abgeben“, so Wagner.