SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski (Zweiter von links) nutzte im Oktober in Berlin die Gelegenheit zum Gespräch mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil (von links) und Saskia Esken sowie dem neuen Generalsekretär Matthias Miersch. Foto: Klingbeil

Eigentlich hatte SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski aus Schramberg schon ein Wahlkampf-Konzept für das kommende Jahr überlegt. Dies ist wohl zumindest vom Zeitplan her Makulatur.

Genügend Zeit, um möglichst viele Wahlkampf-Termine für die SPD absolvieren zu können.

 

So hatte sich der aus Schramberg stammende Kandidat des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen für die Sozialdemokraten seinen mittlerweile zweiten Wahlkampf vorgestellt.

Doch daraus wird wahrscheinlich nichts. Denn sollte Kanzler Olaf Scholz schon „in den nächsten Tagen – wie beispielsweise von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz gefordert – die Vertrauensfrage stellen, könnte ein möglicher Bundestags-Wahltermin bereits im Januar sein – und damit deutlich weniger Zeit für einen Wahlkampf bedeuten

Gute Vorbereitung

Im Gegensatz zu manchen anderen Wahlkreisen, in denen bislang noch nicht einmal der Kandidat feststeht, ist Witkowski in der guten Situation, dass dies schon einige Wochen geregelt ist. Doch viele Termine, die er eigentlich in der Wahlkampfzeit hätte unterbringen wollen, müssten bei einem frühen Neuwahlzeitpunkt ausfallen – dies findet Witkowski sehr schade. Dabei ist er allerdings froh, nicht zum ersten Mal als Kandidat für seine Partei aufgestellt zu sein, so dass er kein ganz Unbekannter, Neuer, ist, der sich zur Wahl stellt.

Zusätzliche Anstrengungen

Wahlen im Frühjahr seien aus seiner Sicht für seinen Wahlkampf zwar machbar, so Witkowski, würden aber natürlich zusätzliche Anstrengungen erfordern – vor allem auch für seine Frau Tanja, die für ihn als Wahlkampfmanagerin viele Aufgaben übernimmt.

Kein Vollzeit-Politiker

Im Gegensatz zu einem Abgeordneten der „Vollzeit“ in der Politik tätig sein könne, arbeite er und müsse von daher vieles auch mit seiner Arbeitsstelle abstimmen – und hier trete jetzt eben eine ganz andere Situation ein.

Seine Frau und er würden sich am Sonntag „in aller Ruhe unterhalten und schauen, wie wir es anpassen“, meinte er im Gespräch mit unserer Redaktion.