Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) besichtigte zusammen mit Bürgermeister Thomas Noé (rechts), Starzacher Gemeinderäten und weiteren Interessierten den neuen Kindergarten in Bierlingen. Foto: Marzell Steinmetz

Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut besichtigt den neuen Kindergarten in Bierlingen.

„Bildung ist uns wichtig“, sagte Bürgermeister Thomas Noé. Er zeigte am Samstag Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den neuen Kindergarten in Bierlingen.

 

Die CDU-Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Balingen kam bei der Besichtigung des Gebäudes mit seinen hellen und mit viel Holz ausgekleideten Räumen richtig ins Schwärmen: „Es ist wunderschön, es ist ein Traum. Die Kinder fühlen sich hier wohl“. Auch der Name des Kindergartens nach dem wohlbekannten Kinderlied „Lalelu“ gefiel ihr.

Der neue Bau hat mehrere Ebenen. „Wir sind in die Höhe gegangen, um Flächen zu sparen“, erklärte Noé. Der neue Kindergarten sei so konzipiert, dass das Bestandsgebäude angeschlossen werde. Der Standort sei schön gelegen. Davon überzeugte sich die Ministerin mit einem Blick durchs Fenster im ersten Obergeschoss. Lediglich die Verkehrsanbindung sei nicht ideal, da viele Eltern auf der schmalen Zufahrt mit dem Auto ihre Kinder herbringen müssten.

Neubau kommt auf knapp sieben Millionen Euro

Noé nannte auch die Kosten, und sprach damit das an, was die Gemeinde besonders belastet – die Finanzen. Der Neubau kommt auf knapp sieben Millionen Euro. Weitere 900 000 Euro kostet die Sanierung des Altgebäudes. Erstaunt zeigte sich die Ministerin darüber, dass sieben Gruppen, davon zwei Kinderkrippen, im neuen Teil untergebracht werden sollen. Noé geht davon aus, dass es in Zukunft statt vier nur noch zwei Kindergartenstandorte in Starzach geben wird, nämlich in Bierlingen und in Wachendorf.

Die Ministerin beglückwünschte die Gemeinde Starzach zu dem attraktiven Angebot für junge Familien in Bierlingen. Damit erhalte die frühkindliche Bildung einen starken Impuls. Sie teilte mit, dass auch in der CDU-Landtagsfraktion viel über Bildung diskutiert werde. Themen seien Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und soziale Medien. Dabei stellten sich Fragen, wie man damit umgehe und wie intensiv der Umgang damit geübt werden müsse.

Für sie ist es deshalb wichtig, gerade die frühkindliche Bildung zu stärken. Ein weitere Aspekt sei die Sprachförderung, die im letzten Kindergartenjahr verpflichtend werde. „Wir haben erkannt, dass die Sprache eine notwendige Voraussetzung für den Bildungserfolg ist“, erklärte Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Landtagsabgeordnete betonte, dass die Schaffung neuer und ansprechender Räume für die Betreuung junger Menschen eine wichtige Investition in deren Zukunft sei. Das stellte sie auch in einen Zusammenhang mit der Wirtschaft. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz“, sagte sie. Dafür müsse man Unternehmen Gewerbeflächen zur Verfügung stellen. Damit die Menschen aber in der Region blieben, brauche man vor Ort aber Bildungseinrichtungen und eine verlässliche Betreuung der Kinder, deren Mütter und Väter berufstätig seien. Das sei auch für Starzach ein Standortfaktor.

Man muss Entscheidungen vor Ort treffen können

Die Landespolitikerin sprach bei ihrem Besuch noch kurz die kommunale Selbstverwaltung an. Hier habe auf Landesebene ein Umdenken stattgefunden. „Man muss Entscheidungen vor Ort treffen können, dass es passt. Mit landesweiten Regelungen kann nicht alles erfasst werden“, meinte sie. Die Gemeinden bräuchten mehr Spielräume. Sie bestärkte die Kommunalpolitiker, die richtigen Entscheidungen für Starzach und die Schule zu treffen.