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Mindestens 67 Tote durch Erdbeben in China

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Seismograph Quelle: Unbekannt

Peking - Bei einem schweren Erdbeben in Nordwestchina sind am Mittwoch mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Die Erdstöße der Stärke 7,1 überraschten die Menschen in den frühen Morgenstunden in der tibetischen Präfektur Yushu in der Provinz Qinghai.

Die Zahl der Toten und Verletzten dürfte noch steigen. Viele Opfer wurden weiter unter den Trümmern vermutet, berichtete ein Sprecher des Katastrophenzentrale in Yushu telefonisch der Nachrichtenagentur dpa in Peking. "Die meisten Häuser sind eingestürzt. Wir suchen nach Verschütteten."

In den Städten Yushu und Jiegu sind nach Radioberichten zwischen 80 bis 90 Prozent der Häuser zerstört. "Mein Haus zitterte gewaltig, dann stürzte es ein", berichtete der Vizenachrichtenchef des Fernsehens von Yushu, Karsum Nyima, der unverletzt davongekommen war. "Die Häuser hier sind meist aus Holz und Lehm gebaut", sagte der Funktionär im Staatsfernsehen. "Fast alle Häuser sind eingestürzt." Er beschrieb die Lage als chaotisch. "Die Menschen sind alle auf den Straßen, stehen vor den Trümmern ihrer Häuser." Viele suchten verzweifelt nach Verwandten.

"Es wird geschätzt, dass es hohe Opferzahlen gibt, weil das Erdbeben am frühen Morgen passierte und viele der Bewohner noch nicht aufgestanden waren", sagte der Experte des nationalen Erdbebenamtes in Peking, Sun Shihong, der Nachrichtenagentur Xinhua. "Viele sind in eingestürzten Häusern begraben", berichtete ein tibetischer Funktionär. "Es gibt auch viele, die verletzt sind und in Krankenhäusern behandelt werden."

Ein Offizier berichtete, Schüler von Grundschulen seien unter den Verschütteten. Die Zahl sei nicht bekannt. "Wir müssen die Trümmer vor allem mit unseren bloßen Händen wegräumen, da wir keine Bagger haben", sagte der Offizier laut Xinhua. "Wir haben auch keine medizinische Ausrüstung."

Der lokale Kommandeur der Volksbefreiungsarmee, Wu Yong, berichtete: "Unsere Leute haben zehn Menschen aus eingestürzten Häusern gezogen, aber vier von ihnen waren bereits tot." "Die Zahl der Toten dürfte weiter steigen, weil viele Häuser eingestürzt sind." Das Militär baue Zelte auf und bereite sich darauf vor, Verletzte zu behandeln. "Aber die Straßen zum Flughafen sind auch beschädigt, was die Rettungsarbeiten behindern wird."

Die Region auf dem tibetischen Hochplateau ist zwar dünn besiedelt, doch lag das Epizentrum nahe der Städte Yushu und Jiegu. Vor dem Beben hatten in den Morgenstunden bereits kleinere Erdstöße der Stärke 4,7 die Region erschüttert und könnten die Bewohner vorher alarmiert haben. Kommunikationsverbindungen ins Erdbebengebiet waren gestört, berichtete die Provinzregierung in der 800 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Xining. Mindestens drei größere Nachbeben wurden registriert.

(dpa)

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