Das „Innolab 33“ in der Rainer-Haungs-Straße am Lahrer Flugplatz. Foto: Thomas Klatt/TK-Images

Der Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro für das Gründerzentrum am Lahrer Flugplatz ist übergeben. Damit kann die Ausschreibung für die Sanierung starten.

Dass das baden-württembergische Wirtschaftsministerium das Innovations- und Gründerzentrum am Lahrer Flugplatz unterstützen wird, hatte Markus Ibert schon beim Frühlingsempfang bekanntgegeben. Am Mittwoch konnten der OB und Gründungsmanager Tobias Fischer nun den Bescheid entgegennehmen. Exakt 1.216.523 Euro und 28 Cent fließen von Stuttgart nach Lahr. Damit sind die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes von 1,5 Millionen zu 80 Prozent abgedeckt.

 

Unsere Redaktion erwischt Fischer, für die Entwicklung des „Innolab 33“ getauften Projekts verantwortlich, telefonisch im Auto auf dem Rückweg von Stuttgart. Die schriftliche Bestätigung in Händen zu halten, erfüllt ihn hörbar mit Freude. „Es ist ein Qualitätssiegel“, sagt er. „1,2 Millionen Euro erhält man nicht eben so.“ Die Summe zeige, dass das Wirtschaftsministerium an den Erfolg des Lahrer Projekts glaubt. „Es beflügelt uns, den Weg weiterzugehen.“

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut überreichte Tobias Fischer (links) und OB Markus Ibert den Bescheid Foto: Ministerium

Insgesamt 9,4 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gehen landesweit an Innovations-, Gründer- und Technologiezentren. Sie alle erhielten am Mittwoch ihren Förderbescheid. Für Fischer war die Veranstaltung auch eine Gelegenheit zum Netzwerken. „Es war schön zu hören, was andere so planen“, erzählt er.

Fischer: „Wir halten am Zeitplan fest“

Über die städtische Vergabestelle können die „Innolab“-Verantwortlichen nun, da der Förderbescheid da ist, mit der Ausschreibung der Sanierungsmaßnahmen beginnen. „Wir halten am Zeitplan fest“, sagt Fischer. Positiv stimmt ihn, dass die Planungen bereits abgeschlossen sind. Die Sanierung könne sofort losgehen. Eine offizielle Eröffnung ist für Herbst vorgesehen, ein „Soft-Opening“, das heißt der Einzug erster Start-ups, ohne dass alle Räume fertig sind, könne bereits im Juli oder August erfolgen. „Es ist nicht so entscheidend, dass jede Lampe installiert ist“, sagt Fischer.

Ganz in die Karten schauen lassen, wie viele Firmen aus welchen Branchen das Innolab mit Leben füllen werden, lässt sich Fischer noch nicht. „Wir sind mit der Nachfrage sehr zufrieden“, sagt er und spricht weiter von fünf „sehr interessierten“ Start-ups und vielen guten Gesprächen. Der Gründungsmanager ist sich aber sicher, dass sich schnell Gründer finden werden, wenn die Räume einmal fertig sind und sie sie besichtigen können. „Viele sind schon in der Gründungsphase. Da kommt es auf ein oder zwei Monate nicht an.“ Besonders freut sich Fischer auf einen „Maker Space“ genannten Raum, in dem industrielle Techniken wie Laser oder 3 D-Druck ausprobiert werden können. Hier seien auch Kooperationen mit Hochschulen und Schulen vorstellbar.

Stimmen

„Ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Lahr, für den Wirtschaftsstandort Ortenau“, kommentiert OB Markus Ibert auf dem städtischen Instagram-Kanal. Auch die Landtagsabgeordneten Marion Gentges (CDU) und Sandra Boser (Grüne) freuen sich in einer gemeinsamen Mitteilung. „Die Förderung ist eine starke Unterstützung für unsere Region und schafft beste Voraussetzungen dafür, dass junge Unternehmen und Start-ups hier vor Ort wachsen können“, so Boser, während Gentges ergänzt: „Das Innolab verbindet Gründungskultur, Transformation und regionale Wertschöpfung – genau solche Projekte brauchen wir, um Baden-Württemberg langfristig stark aufzustellen“.