Rund 80 Millionen Euro Kosten und 70 beteiligte Unternehmen: Beim Rottweiler Landratsamt geht es mit dem symbolischen Spatenstich jetzt erst richtig in die heiße Phase.
Es ist ein Projekt der großen Zahlen und soll ein „positiver Impuls für die Region“ sein: das neue Landratsamt in Rottweil. Mit dem symbolischen Spatenstich am Montag fiel der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes, in das der Landkreis große Hoffnung setzt.
Auch wenn er selbst nicht mehr einziehen werde – im März 2026 wird der neue Rottweiler Landrat gewählt, 2028 soll das neue Verwaltungsgebäude bezugsfertig sein – freue er sich schon auf die Fertigstellung des Landratsamtes, verlieh Landrat Wolf-Rüdiger Michel am Montag im Beisein von Projektbeteiligten, Kreisräten und Vertretern der Verwaltung seiner Euphorie über diesen weiteren Meilenstein Ausdruck.
In den vergangenen Monaten sei das in die Jahre gekommene Verwaltungsgebäude mit dem mehr als 60 Jahre alten Hochhaus Stück für Stück gewichen.
Nachdem man sich versichert hatte, dass eine wirtschaftlich vernünftige Sanierung nicht möglich gewesen wäre, sei 2019 die Entscheidung für den Rück- und Neubau gefallen, unternahm Michel einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit. Anfang 2024 wurde der Baubeschluss für das Projekt gefasst.
Mit dem Neubau in Holz-Hybridbauweise wolle man nun ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit setzen und strebe Gold bei der Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an. Durch den Einsatz von Photovoltaik-Elementen, einer Wärmepumpe und eines Eisspeichers reduziere man den Energieverbrauch um rund 60 Prozent, so Michel.
Mit einem Drei-Zonen-Konzept, das die Räume in innere und (halb-)öffentliche Bereiche gliedert, trage man den Belangen Datenschutz und Bürgernähe zugleich Rechnung, erläuterte er.
Insgesamt soll das neue Landratsamt ein „positiver Impuls für die Region“ sein und auch dafür sorgen, dass sich die moderne digitalisierte Verwaltung in Sachen Arbeitsplätzen mit der Konkurrenz messen kann. „Packen wir’s gemeinsam an“, sagte der Landrat – und meinte damit nicht nur die Arbeitsgeräte für den symbolischen Spatenstich.