Bis November sollen die Arbeiten am Weiher abgeschlossen und auch der Mittelweg erneuert sein. Spielplatz, Rheintreppe und Lift sind 2026 an der Reihe.
Die Pläne zur Modernisierung des Kursees hatten im Bad Bellinger Gemeinderat wiederholt für hitzige Diskussionen und Kontroversen gesorgt.
Vor rund einem Jahr wurde im Kurparkweiher „der Stöpsel gezogen“ und das Wasser abgelassen. Im Februar sind dann die Arbeiten für das umstrittene Projekt gestartet, wozu die Wege rund um den Weiher großflächig abgesperrt wurden.
Mittlerweile ist die Maßnahme in vollem Gange. Unter anderem wurde zwischenzeitlich die neue Teichfolie verlegt, berichtet Bauamtsleiter Marc Braun im Gespräch mit unserer Zeitung. Was noch fehle, sei die Technik. Bereits angelegt wurde laut Braun das Filterbecken, das künftig für eine natürliche Reinigung des Wassers sorgen soll. Es liegt am südlichen Ende des Kurparkweihers (Richtung Kurhaus).
Aktuell laufen die Arbeiten für einen Bachlauf. Für den sanierten Kurparkweiher ist ein Kreislauf vorgesehen: Das Wasser soll über einen Quellstein in den Bachlauf und dann in den Weiher führen, von dort aus in das Filterbecken und wieder über den Quellstein zurück, erläutert der Bauamtsleiter.
Arbeiten bis November
Aufgewertet werden soll der sanierte Weiher zudem mit neuen Pflanzungen im Uferbereich, die der Bauhof im Herbst vornehmen wird.
Bis November soll auch der Mittelweg erneuert werden. Die entsprechenden Pflasterarbeiten wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben – bei einer Gegenstimme von Wolfgang Müller (Freie Wähler) und einer Enthaltung von Tim Wessel (SPD). Der Auftrag ging an die Firma Brucker Landschaftsbau aus Malterdingen, die bereits den Kurparkweiher saniert und laut Rechnungsamtsleiter Frank Spiegelhalter „gute Arbeit“ leiste. Die Kosten für diesen Wegabschnitt betragen knapp 79 000 Euro netto.
Der Mittelweg muss laut Verwaltung komplett erneuert werden. Wobei man sich „auf das absolut Notwendige beschränken will“, hieß es weiter. Im Rahmen der Sanierung werde die Wegführung „geringfügig geändert und in Teilen begradigt“, so der Bauamtsleiter. Das Ziel sei eine zeitgemäße Gestaltung.
Der Weg wird von der Badstraße her ab der Tiefgaragen-Einfahrt (Badstraße 1 bis 3) bis zum Bestand beim Minigolfhäuschen erneuert, hieß es in der Sitzung. Bei den Pflastersteinen kommen drei Farben zum Einsatz, die der Gemeinderat im Vorfeld ausgesucht hatte: „Landauer grau“, „Schwarzwälder rot hell“ und „Ettlinger grau“.
Drei Wege-Abschnitte
Die Gemeinde hat mit Blick auf die Finanzen das Wege-Projekt in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Der zweite Bauabschnitt (Ostweg) und der dritte Bauabschnitt (Baumallee und neuer Weg beim ehemaligen Sportplatz) sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden.
Für die Wegesanierung sind insgesamt 885 000 Euro veranschlagt. Hierfür wurden 558 000 Euro an Fördermitteln aus dem Tourismus-Infrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg bewilligt.
Kosten im Rahmen
Für die Sanierung des Kurparkweihers wird mit rund 1,7 Millionen Euro gerechnet, inklusive Nebenkosten. Gut die Hälfte davon, 880 000 Euro, kann die Gemeinde über einen bereits bewilligten Bundeszuschuss decken. „Wir liegen bisher im Kostenrahmen“, teilte Rechnungsamtsleiter Spiegelhalter auf Nachfrage mit.
Nach der Modernisierung des Kurpark-Weihers und des Wegenetzes stehen noch weitere Maßnahmen im und am Kurpark an.
2026 soll der Spielplatz erweitert und mit neuen Spielgeräten aufgewertet werden. Außerdem ist die Sanierung von Rheintreppe und Aufzug geplant, die Rheinstraße und Kurgebiet miteinander verbinden. Dabei wird mit Kosten in Höhe von 534 000 Euro gerechnet. Hierfür gibt es einen Zuschuss von 322 400 Euro aus der Tourismus-Infrastrukturförderung des Landes.